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Cicero und die Hotelpreise

06.05.2010

Cicero war kürzlich zur Messezeit in Berlin. Da verschiedene Presseveranstaltungen schon vor dem Messeeröffnungstag über die Bühne gehen, war Ihr Cicero schon einen Tag zuvor in der deutschen Bundeshauptstadt.

Das Hotel, in dem Ihr Cicero residierte, hatte drei Sterne, lag in der Nähe, aber nicht unmittelbar bei der Messe und zeichnete sich durch Schlichtheit aus. Durch den Abwohnfaktor lag es eher an der unteren Grenze der Drei-Sterne-Häuser.

Außer einem viel zu kleinen Lift gab es aber noch etwas anderes Interessantes an diesem Haus: die Preisgestaltung.
Ihrem Cicero ist schon klar, dass der Preis aufgrund der Nachfrage gebildet werden muss, dass es Vor- und Hauptsaisonen gibt und dass natürlich in der Stadthotellerie Messen, Kongresse und Tagungen eine große Rolle spielen. In besagtem Hotel war der Preissprung aber eklatant. Man „schnalzte“ von einer Nacht zur anderen satte 250 Prozent auf den Zimmerpreis. Der Preis fürs Frühstück blieb selbstverständlich gleich. Der sich ge­foppt fühlende Gast könnte ja ins Café an der Ecke abwandern.

Ihr Cicero möchte nochmals betonen, dass Preisaufschläge bei großer Nachfrage durchaus gerechtfertigt und natürlich auch üblich, in dieser Höhe und in solch einem Haus jedoch für den Gast nicht mehr nachzuvollziehen sind. Man konnte auch beobachten, dass es an der Rezeption, wenn es ums Bezahlen ging, immer wieder zu Diskussionen kam.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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