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Cicero und die Kurzparkzonen

20.06.2008

Österreich liegt im Fußball-Fieber! Lange haben wir auf die EM gewartet, jetzt haben wir sie. In drei unserer Städte finden Spiele statt, in noch viel mehr Städten werden Fanzonen und große Public-Viewing-Bereiche angeboten.

Wer sich in den ersten Tagen die Frequenz alleine in der Fanzone in der Wiener Innenstadt angesehen hat, weiß, dass Fußball und speziell die EM viele Bürger und auch Gäste interessiert und das Konzept dieses großen Fan-Bereichs aufgehen dürfte. Viele Beteiligte werden sehr gut verdienen, nicht zuletzt auch die Stadt Wien. Umso mehr verwundert es, dass anscheinend niemand daran gedacht hat, dass – Cicero weiß, es ist nicht unbedingt erwünscht – viele aus verschiedenen Gründen zu diesen Fanzonen mit dem Auto anreisen müssen (!). Die Krux an der Sache sind nicht unbedingt die wenigen Parkplätze, sondern vielmehr, dass bis 22 Uhr Kurzparkscheinpflicht besteht. Es muss also der – ach so sündige Autofahrer – mitten im Spiel die Fanzone verlassen, um Parkscheine nachzulegen und darf dann beim Zurückkommen wieder die Sicherheitschecks über sich ergehen lassen. Dauer: im Durchschnitt 20 Minuten. Der Wiener Magistrat sagt, dass es sehr schwierig ist, für drei Wochen das System zu ändern. Die Ausweitung von zwei auf vier Stunden per Bürgermeistererlass ist schwierig? Da wundert sich Ihr Cicero. Es wird sich wohl in dieser kurzen Zeit nichts ändern. Bleibt jedoch nur zu hoffen, dass sich die Park-Sheriffs rund um die Fanzonen auch die Matches ansehen.

Falls Sie sich betroffen fühlen, schicken Sie uns bitte ein E-Mail: gast@wirtschaftsverlag.at oder ein Fax: 01/546 64-360.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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