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CICERO und die verwirrten Kellner

08.05.2013

Es war einer der ersten Sonnentage nach dem schier endlosen Winter. Ihr Cicero hatte sich mit fünf Freunden in einem angesagten Golfclubrestaurant im Süden Wiens verabredet, wo man von der Terrasse aus einen großartigen Ausblick auf den noch ganz in Weiß gekleideten Schneeberg hat.

Die Freunde hatten schon bestellt und genossen die Sonne, als sich Ihr Cicero zu ihnen gesellte. Vom Kellner, der den Tisch mehrmals passierte, wurde der neue Gast allerdings vorerst nicht wahrgenommen. Erst auf Zuruf brachte er die Speisekarte, eines weiteren bedurfte es, um ein Bier zu bestellen, eines dritten Zurufes schließlich, um dem Ober  Ciceros Speisewahl mitzuteilen. Dafür erschien gleich darauf eine andere Mitarbeiterin, die fragte, ob man schon bestellt habe.

Serviert wurden Speisen und Getränke dann von einer dritten Servicekraft. In der Folge blieb der Tisch für beträchtliche Zeit von allen dreien gänzlich unbehelligt, sodass die Gäste bald vor leeren Gläsern saßen. Aber sie hatten Glück, denn zu diesem Zeitpunkt stieß ein weiterer Gast zur Freundesrunde. Das hatte den Effekt, dass nunmehr ein vierter Kellner sich nach des Hinzugekommenen Wünschen erkundigte, die Bestellung aufnahm und sich auch dem Durst der anderen am Tisch widmete. „Es ist so viel los heute bei dem schönen Wetter", hörte Cicero später den Dialog zweier Servicekräfte. Verantwortlich dafür konnten allerdings nicht die rund 70 Gäste auf der Terrasse sein als vielmehr eine wahrlich chaotische Koordination des Serviceteams.

Falls Sie sich betroffen fühlen, schreiben Sie uns: i.stelzmueller@wirtschaftsverlag.at

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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