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CICERO zwischen warm und eiskalt

21.07.2011

Kürzlich nahm Ihr Cicero an einem dreitägigen Seminar in einem bekannten Wiener Ausbildungshotel teil.

Die Teilnehmer, ein bunter Kreis von Experten, angereist aus zwölf verschiedenen Nationen, erhielten dabei die Gelegenheit, österreichische Gastlichkeit in ihrer professionellen Vorbildlichkeit und beinahe zeitgleich in ebenso beeindruckender Schwäche zu erleben. So erwiesen sich die jungen Mitarbeiter an der Hotelrezeption als ausgezeichnet in ihrer Einstellung und boten großartige Hilfestellung und Dienstleistung von früh bis spät.

Als ginge es darum, die Rezeption zu konterkarieren, agierten hingegen die Mitarbeiter im Service und hinter der Bar. So scheiterte der Versuch, einen Cappuccino und einen Café Latte zu bestellen, am Hinweis, dass dafür jemand anderer zuständig sei, der oder die allerdings gestoppte elf Minuten lang nicht am Tisch erscheinen wollte. Eine Reklamation bei einem älteren Servicemitarbeiter brachte dafür die harsche Antwort, er habe auch anderes zu tun, als nur die Jungen zu beaufsichtigen. Auch hatte er etwas anderes zu tun, als die Bestellung selbst auszuführen, offebar weil es ihm unangemessen schien, für die Schüler einzuspringen. Die servicefeindliche Stimmung zog sich konsequent vom Frühstück bis zum Mittagessen durch, ungefällige Mienen in den Gesichtern ergänzten sich optimal mit einer mangelhaften Präsentationstechnik am Büffet.

Die Tischgespräche der vielgereisten Seminargäste spiegelten das Servicekontrastprogramm des Hauses prompt wider und gaben einer gewissen Ratlosigkeit ob des Erlebten Ausdruck. Sollte es zu den Zielen des Ausbildungshotels zählen, für österreichische Servicequalität zu werben, dann hat es leider zumindest zur Hälfte versagt.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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