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Da scheint was zu kippen...

18.10.2020

Corona treibt die Branche vor sich her. Oder ist es eine verfehlte Politik? Oder beides? Das Licht am Ende des Tunnels droht zu verlöschen. Ein Twitter Thread über die Verzweiflung

Sepp Schellhorn (@pepssch):

In den letzten Tagen ist bei mir wieder der Grant ausgebrochen. Ich möchte dafür um Verständnis werben. Ein Thread über die Verzweiflung #Thread 1/9

 

Im Sept, es war ein strahlend sonniger Mittwoch, begann das neue Theater um Reisebeschränkungen. 2 Stunden später war der Oktober storniert. Anfragen für Weihnachten waren schlagartig auf NULL. Wir beschlossen, unser Haus schon früher als geplant in Herbstferien zu schicken. 2/9

 

Ich lebe zwischen Stadtgastronomie und Landlufthotel. Das hat mir im Sommer das Leben gerettet – die massive Krise in der Stadt konnte durch die Sommerfrische ein wenig abgefedert werden. 3/9

 

Ich lebe – wie so viele meiner KollegInnen in ganz Ö und EU in ständiger Existenzangst, weiss nicht, wie ich diesen Winer überleben soll. Wir sind nicht gerade ein Land, wo Scheitern besprochen wird. Das ist eher etwas zum Genieren. Aber ich sage Ihnen: 4/9

 

Diese Angst, sie ist ein Scheissgefühl. Die Hoffnung für den Winter bei uns Kollegen war immer: 1 gut organisierter Winter kann uns das Schlimmste ersparen. Um das zu schaffen, brauchen die Menschen Vertrauen in die Politik. Als Unternehmer, Mitarbeiter und vor allem: 5/9

 

als potentielle Gäste. Den wer, um Gottes Willen, wird in eine Region fahren, wenn er/sie nicht weiß, wie man wieder rauskommt? Wenn Politik ohne Nachvollziehbarkeit hier eine Stunde früher sperrt, dort mal die Restaurants ganz sperrt, Regionen und Kinder stigmatisiert. 6/9

 

Ohne klares Grundgerüst. Der verspielt dieses Vertrauen. Der Sommer wurde verspielt. Für vieles ist es zu spät. Aber wenn sich nur drei vernünftige Leute an einen Tisch setzen, und im Gesundheitsministerium einmal klare Regeln für verschiedene Szenarien definieren. 7/9

 

Und die nicht i.d. Schubladen sondern i.d. Auslage stellen. So habe ich noch einen Funken Hoffnung f.d. Winter. Ich bin Landessprecher von NEOS Sbg. Und als solcher stehe ich voll und ganz hinter der Regierungsbeteiligung im Land. Da gelingt viel Gutes und das möge auch so 8/9

 

bleiben. Das muss aber auch mit entsprechender Augenhöhe geschehen. Ich bin auch und vor allem die Stimme der Untermehmerinnen und Unternehmer im Nationalrat. Und all diesen Verzweifelten bin ich meine Stimme schuldig. Weil’s nicht wurscht ist. 9/9

 

Susanne Schaffer

Antwort an @pepssch

 

Ich bin Unternehmerin, aber Sie sind nicht meine Stimme – und das aus folgenden Gründen:

Als die erste Welle der Pandemie kam, konnten wir mit vielen Einschränkungen und Entbehrungen „flatten the curve“ erreichen. Sie und Ihre Partei haben früh massiv auf Lockerungen gedrängt. /1

 

Schule öffnen, Geschäfte öffnen, Tourismus usw. Es war klar, dass dies Risiken darstellen. Dann wurden „Experten“ gelobt wie Sprenger (schwedisches Modell) und Pichelbauer (Masken sind lächerlich). Maßnahmen der Regierung wurden permanent kritisiert. /2

 

Harald HotzBehofsits

Antwort an @pepssch

 

Verzweiflung ist voll nachvollziehbar. Letztlich sieht man, wie abhängig man von externen Faktoren ist. Unser Selbstbild über wie wir mit COVID dastehen und dem Fremdbild ausserhalb ist auseinandergelaufen.

 

Haberreiter Johann

Antwort an @pepsssch

 

Also, die Wintersiason ist gelaufen.

Die Zahlen steigen (europaweit) stetig an und die für den Winter wichtigen Gäste aus NL und DE sprechen Reisewarnungen aus. Welcher ausländische Gast wird jetzt noch buchen? Als Hotelbesitzer würde ich einen Plan B machen.

 

Analytico

Antwort an @pepssch

 

Viel Verständnis und jede Unterstürtzung. Es sind Unternehmer wie Sie, die das Land am Laufen halten. Und Sie  haben eine kompetente und effiziente Regierung verdient. (Aber ich fürchte das wird ein bitterer Winter.)

 

Herbert Herrmann

Antwort an @pepssch

 

Es ist verständlich, dass Sie als massiv Betroffener in dieser Lage zu recht verzweifelt sind. Als Politiker, der Sie aber ebenfalls sind, sollten Sie und Ihre Partei die Gesamtsicht für das Wohlergehen des Staates im Auge haben. Leider war von diesem in den letzten Monaten nichts /1

 

zu erkennen. Vielmehr mussten die Bürger sehen, dass es offenbar nur darum geht die Regierung schlecht zu machen wohl in der Hoffnung davon zu profitieren. Vielmehr wäre es die Aufgabe gewesen gemeinsam richtige Maßnahmen zu erarbeiten und die Umsetzung derselben zu unterstützen.

 

Traveleve

Antwort an @pepssch

 

Sorry wenn ich das so offen sage, ich als Mutter und Intensivmedizinerin habe das Gefühl, wegen wirtschaftlicher Interessen wird herumgeeiert. Wenn jetzt Sie als Unternehmer das auch anprangern, weil für Unternehmen auch klare Regeln auch leichter wären, dann frag ich mich...

 

Ja ich hab einen sehr krisensicheren Job. Es geht aber nicht darum, sondern darum, dass es unsere Regierung nicht einmal für Unternehmen hinkriegt.

 

Karl Kassmann

Antwort an @pepssch

 

Ich verstehe fast die Argumentation. Es geht aber einzig und allein für die Wintersaison darum, was Deutschland macht. Und die machen das ganz einfach: eine Zahl sagt alles. Da können wir herumdiskutieren wie wir wollen.

 

Ge(h)danke

Antwort an @pepssch

 

Alles gelesen und mir völlig gleichgültig. Wenn der es net schafft kommt halt der nächste Unternehmer der es schafft. Marktbereinigung ist was Feines! Weg mit dem Speck!

 

Josef Kalina

Antwort an @pepssch

 

Alles gelesen. Jedes Wort stimmt. Immer mehr Menschn verlieren Vertrauen in Politik weil dort widersprüchlich kommuniziert wird.

 

Alter Donauwels

Antwort an @pepssch

 

Dann sperr zu! Das müssen andere auch die kein fettes Politikergehalt haben! Von allen Hoteliers fällst du am weichesten!

 

Alexandra Bader

Antwort an @pepssch

 

 

Warum haben dann die NEOS und Sie überhaupt bei diesem Schwachsinn mitgemacht? Jetzt ist es ein bisschen spät, dies zu bedauern oder zumindest die Folgen auch des eigenen Handelns.

 

Lukas Pescoller

Antwort an @pepssch

 

Sie sprechen mir und vielen Kleinstunternehmen aus der Seele. Planbarkeit sollte der Unterschied eines funktionierenden Staates zu einer Bananenrepublik sein.

 

Atheist von Gottes Gnaden

Antwort an @pepssch

 

So, und jetzt machen wir mal einen Plan, der die Gäste anzieht: wenn in deinem Hotel klare und sinnvolle Regeln herrschen, dann kommen die Leute. Ein und auschecken richtig organisiert, essen zeitlich und räumlich getrennt, beim Schilift kein Chaos sondern Planung...

 

Das muss man durchziehen und bekannt machen und der Laden wird gebucht.

 

Nocothaler

Antwort an @pepssch

 

Solange ihr Neos nur mehr hysterisch alle Maßnahmen der Regierung schlecht macht, ist es mir egal, ob Deine Betriebe noch zu retten sind!

 

Frau Elch

 

Die Regierung ist schlecht. Die muss keiner schlecht machen Anderen die Insolvenz zu wünschen, auch wenn 100 Bürger arbeitslos werden, passt gut dazu. Ich würde die Spiegel abhängen.

 

TO BE CONTINUED

#thread

Autor/in:
Thomas Askan Vierich
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