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Beim Abo-Modell von Vive LeCar wird alles digital abgewickelt.

Das Auto im Abo

17.09.2020

Vive LeCar aus Stuttgart startet jetzt auch in Österreich durch. Das Start-Up bietet BMW-Minis und andere Autos im Abo all inclusive.

Zukunftsforscher Tristan Horx skizzierte bei der Vorstellung von Vive LeCar in Wien den Megatrend: Die Leute wollen zwar ein eigenes Auto, aber sie wollen es nicht mehr besitzen. Sie wünschen eine möglichst unbürokratsiche Lösung ohne versteckte Kosten, möglichst auch abhängig von den gefahrenen Kilometern. CarSharing ist für eine monatelange Miete zu teuer, Leasing bindet den „Besitzer“ für mehrere Jahre. Ein Auto bis zu einem Jahr zu mieten ist zu teuer. 

E-Autos im Abo

In diese Lücke spingt ViveLaCar. Das Unternehmen wurde vor zwei Jahren in Stuttgart gegründet, bietet seine flexible Miete bereits in der Schweiz und Deutschland an. Seit Sommer auch in Österreich. Man arbeitet eng mit BMW (vor allem Mini) zusammen, hat aber auch andere Marken im Angebot, vor allem auch E-Autos. „Gerade Letztere werden besonders häufig nachgefragt“, sagt Co-Founder und Geschäftsführer Martin Rada. „Vor allem von Menschen ab 50.“ In einer je nach Kilometerleistung zwischen 20 und 80 Euro pro Monat schwankenden Miete von rund 600 Euro ist alles enthalten außer Sprit: Versicherung, Vignette, Steuer, saisonale Bereifung, Wartung. Alles wickelt man digital ab, die Kündigungsfrist beträgt drei Monate. 

Beste Gelegenheit ohne Anschaffungskosten und Risiken in den E-Auto-Markt einzusteigen. Leider gibt es keine Packages für Firmen. Und die Autos sind fahrergebunden, man kann sie also nicht einfach von Hotelgästen fahren lassen. Aber man kann seine Familie eintragen lassen und (theoretisch) auch alle Mitarbeiter eines Unternehmens, damit sie als Pool-Auto genutzt werden können. Ebenfalls noch nicht geklärt: Wie kommt man an ein Parkpickerl in Wien, wenn man monatsweise mietet? Aber man ist laut Aussage von Rada dran, das zu lösen.
www.vivelacar.at

Autor/in:
Thomas Askan Vierich
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