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Die iPad-Kasse von Orderbird im ­Einsatz: bei Nobelhart & Schmutzig in Berlin.

Das Ende der Zettelwirtschaft

09.05.2019

Das digitale Kassenbuch von Orderbird und das neue Modul zur Tischreservierung von Gastronovi versprechen, mehr Überblick ins Tagesgeschäft zu bringen. Die ÖGZ hat sich beide Produkte angesehen.

Das Ende des Papiers im Unternehmen hat Bill Gates bereits in den späten 1980er-Jahren ausgerufen. Die Prophezeiung des Revolutionärs der digitalen Büroarbeit ist lange nur in kleinen Häppchen in den Betrieben angekommen. Was tut sich in der gastronomischen Praxis? Doch einiges, die Digitalisierung ist im Ankommen, aber zuerst in den größeren Betrieben. Der klassische Papierkram ist noch immer der Alltag in vielen Restaurants. Ein Problem, nicht wirklich, Papier ist doch etwas schön Persönliches. Allerdings gibt es einige einfache Möglichkeiten, wie digitale Hilfen den Unternehmensalltag erleichtern können.   

Digitales Kassenbuch

Beim Besuch der ÖGZ auf der diesjährigen Internorga in Hamburg lernten wir eine Lösung von Orderbird kennen, die Gastronomen die Kassenbuchführung erleichtert. Worum geht es?  Das Kassenbuch ist beim digitalen Kassenbuch von Orderbird vollständig in das Kassensystem integriert. Recht praktisch: Es lässt sich mit einer entsprechenden App ganz einfach auf dem iPad nutzen. Der Hersteller verspricht dadurch eine sehr schnelle und auch sichere und unkomplizierte Abwicklung.

„Unser neues Kassenbuch spart Restaurant-, Café- und Bar-Betreibern eine Menge Zeit, Nerven und Sorgen. Denn es ist nicht nur einfach in der Anwendung, sondern führt auch sämtliche Einträge sowohl Finanzamt- als auch GoBD-konform auf“, erklärt Jakob Schreyer, Mitgründer und Geschäftsführer von Orderbird. 

Für Gastronomen stellen die vielen Regelungen große bürokratische Hürden dar. Das eingebaute Kassenzählprotokoll im digitalen Kassenbuch ermöglicht einen schnellen und chronologisch akkuraten Vergleich der Soll- und Istbestände. Rechnungen und Quittungen lassen sich einfach mit der Kamera des iPads abfotografieren und digital hinterlegen. Darüber hinaus können mithilfe einer Kommentarfunktion bei bestimmten Einträgen, wie beispielsweise Korrekturen oder Änderungen, Anmerkungen angebracht werden. Das erleichtert dem Steuerprüfer die Arbeit und bringt den Gastronomen sorgenfrei durch die Kassenprüfung.

Digitale Tischreservierung

Auf der Pur-Messe von Transgourmet wurde das Modul Tischreservierung von Gastronovi vorgestellt. Der aus Bremen stammende Softwareanbieter hat mit seinem „Gastronovi Office“ eine Komplettlösung für die Gastronomie parat, die auf insgesamt 14 Module erweitert werden kann: von Warenwirtschaft, Marketing oder Kundenkartei sowie Bestell- und Einkaufssystem bis zur Tischreservierung, wie wir uns überzeugen konnten. 

Der  Vorteil: Anders als bei einem einfachen Formular, bei dem der Gastronom lediglich eine Anfrage per E-Mail erhält, können moderne Systeme Reservierungsanfragen vollautomatisch abwickeln und freie Kapazitäten in Echtzeit prüfen. Es können Alternativen vorschlagen werden, und der Gast kann im Anschluss automatisch per Mail über die erfolgreiche Reservierung informiert werden. Man erspart sich dadurch, den Gast für Alternativvorschläge noch einmal kontaktieren und anschließend die Reservierung manuell eintragen und bestätigen zu müssen. 

Die Informationen aus der Tischreservierungssoftware laufen direkt im Kassensystem zusammen, sodass der Gastronom seine Kapazitäten jederzeit in Echtzeit einsehen kann. Sobald neue Gäste über das Reservierungstool online reservieren, ist die Reservierung direkt im Kassensystem sichtbar, sodass der Kellner sieht, ab wann ein Tisch reserviert ist und an welchen freien Tischen er Laufkundschaft platzieren kann.

Franz Huditz von der Villa Lido am Wörthersee verwendet die Software seit einiger Zeit. 1.500 Portionen am Tag wandern an einem schönen Sommertag von der Küche zum Kunden. „Die größte Herausforderung ist die Platzierung der Gäste. Wir haben 400 Sitzplätze, die sich am Abend zwei- bis dreimal drehen müssen“, sagt er. Das Telefon in der Villa Lido steht nur selten still. 200 Reservierungen kommen täglich rein, an Spitzentagen können es auch schon einmal 300 sein. Die meisten der Anfragen nehmen die Kellner telefonisch entgegen. Mit ein paar einfachen Klicks in der Software können sie die Reservierungen in das System eintragen. Und auch, wenn das Schlechtwetter kommt und die Gäste sich umsetzen, erleichtert die Software die Arbeit der Servicemitarbeiter. 

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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