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Das Preis-Leistungs-Verhältnis in der Hotellerie passt

10.03.2005

Das Preis-Leistungsverhältnis in der österreichischen Hotellerie wird von den Österreich-Besuchern sehr positiv beurteilt. Gäste aller Kategorien sind damit "sehr zufrieden" bis "zufrieden", ergibt eine Auswertung der im Sommer 2004 vom Marktforschungsinstitut Manova für den neuen Tourismus Monitor Austria (T-Mona) der Österreich Werbung (ÖW) durchgeführten Gästebefragung.

Dieses kürzlich von der ÖW präsentierte - und von der
Wirtschaftskammer Österreich mitfinanzierte - Internet-basierte
Marketingsystem liefert, wie berichtet, wertvolle Daten zur
flächendeckenden und permanent aktualisierten Darstellung der
Gästewünsche im heimischen Tourismus.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis wird mit durchschnittlich 1,8
(6-stufige Skala: 1 = sehr zu-frieden, 6 = sehr unzufrieden)
bewertet. "Offensichtlich stimmt die gebotene Leistung mit den
Erwartungen, die durch die Sterne geweckt werden, überall überein",
freut sich der Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der WKÖ, Hans
Melcher, über die breite Akzep-tanz der österreichischen Angebote.
Die guten Leistungen der rot-weiß-roten Beherberger wird auch durch
eine hohe Kundenbindung belegt: Rund 30 Prozent aller Hotelgäste sind
mindestens das zweite Mal im Betrieb, etwa jeder Fünfte schon zum
dritten Mal. Eine besondere Kundenbindung ist dabei vor allem in den
oberen Kategorien festzustellen.

Dies dürfte, so Melcher, neben dem stärkeren Stammkunden-Marketing
auch an einer "aus-geprägteren Begeisterung für die Unterkünfte"
liegen. Die Sommergäste der 4- und 5-Sterne-Hotellerie zeigen nämlich
die höchsten Zufriedenheitswerte für ihre Unterkunft
(Durchschnittsnote 1,3).

Die Bedeutung der Hotelleistung für die gesamte
Urlaubszufriedenheit wird ebenfalls in T-Mona dokumentiert: die
Beurteilung der Unterkunft stellt sich als ein ganz maßgeblicher
Faktor für die Zufriedenheit der Österreich-Besucher heraus. Dies ist
am stärksten bei den 3-Sterne-Betrieben zu beobachten. In den 1- und
2-Sterne-Betrieben wirkt sich die Zufrie-denheit mit dem
Hotelaufenthalt hingegen deutlich geringer auf die
Gesamtzufriedenheit aus. Hier zählen andere Faktoren mehr.

Betreuung und Qualität der Unterkünfte sind, wie T-Mona zeigt,
auch in der Phase der Ur-laubsentscheidung von großer Bedeutung. Dies
trifft vor allem für die Gäste der drei obe-ren Kategorien zu. "Die
heimischen Hotels spielen also bei der Entscheidung, wohin die Reise
gehen soll, eine wichtige Rolle".

"Die T-Mona Studie zeigt die Wichtigkeit der Hotelklassifizierung,
denn die Sterne spiegeln die Erwartungen der Gäste wider" betont
Melcher. Die Sommerstudie 2004 belegt weiters die Bedeutung der
Hotellerie für die Wertschöpfung im Tourismus. Während
Nicht-Hotelgäste durchschnittlich 75 Euro pro Person und Tag
ausgeben, liegen diese Ausgaben in 4- und 5-Sterne-Häusern doppelt so
hoch (ca. 153 Euro). Bei Gästen der 3-Sterne-Hotels belaufen sich die
Ausgaben auf 110 Euro, selbst in den 1- und 2-Sterne-Betrieben liegen
sie mit 100 Euro nur knapp darunter.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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