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Auch so kann Erlebnisgastronomie aussehen: bunte Donuts und Burger im „Spaceburger“.

Das sind die Gastro-Trends

23.01.2020

Fotogene Gerichte, fleischlose Burger, alkoholfreie Cocktails, Essen nach Hause und der Restaurantbesuch als ­Erlebnis – damit macht man in der Gastronomie mehr Umsatz. 

Social Signature Dishes: Gerichte zum Fotografieren
Gute Idee: Too Good To Go vermeidet Lebensmittelabfälle.

Was ist ein Social Signature Dish?

Siebzig Prozent der Millennials fotografieren ihr Essen, bevor sie es verspeisen. Weil dieser Trend einfach nicht aufzuhalten ist, sind 2020 jene Gastronomen Gewinner, die nicht über Kunden mit Smartphones in der Hand meckern, sondern diese für sich nutzen – und sogenannte „Social Signature Di-shes“ in ihre Speisekarte aufnehmen. Gemeint ist damit ein besonders fotogenes oder spektakuläres Gericht. Wer nicht weiß, wo er ansetzen soll: „Plating Workshops“, in denen man das inszenierte Anrichten lernt, werden immer beliebter.

Was sind Zero Proof Drinks?

Das Gesundheitsbewusstsein der Leute steigt proportional zum Verlangen, antialkoholische Alternativen auf Getränkekarten in der Gastronomie zu finden. Im Trend liegen daher alkoholfreie Cocktails und Drinks auf Basis von Null-Prozent-Spirituosen. Viele Marken imitieren Gin, Whisky und andere Hochprozenter. Der große Trendsetter New York macht es vor: Hier gibt es bereits Zero Proof Bars und Sober-Pop-up-Events. Der Hit aktuell ist die „Listen Bar“, die nur einmal im Monat an unterschiedlichen Orten „aufpoppt“ – mit Zero Proof Drinks.

Was ist Food Delivery?

Der globale Markt für Lebensmittellieferungen wächst enorm – und hat mittlerweile ein Volumen von mehr als 100 Milliarden US-Dollar erreicht (Stand 2020). Eine Prognose für die nächsten Jahre lautet deshalb: Menschen geben nach wie vor Geld für Restaurants aus, allerdings nicht immer in Restaurants. Gastronomen, die beides anbieten, haben daher die Chance, eine breitere Zielgruppe zu erreichen.

Kompostierbare ­Verpackungen 

Food Delivery 2020 funktioniert anders. Die fünf Billionen Plastikpartikel in unseren Weltmeeren sorgen für ein Umdenken. Die Zeiten von einem Müllsackerl pro Essensbestellung sind vorbei, in Zukunft geht es um langfristige und nachhaltige Lösungen. Innovationen wie kompostierbare Verpackungen und ökologische Delivery-Modelle sind deshalb der Megatrend des Jahres 2020. Alleine Metro hat eine große Bandbreite an Öko-Einweggeschirr im Sortiment, zum Beispiel aus Palmblättern, Zuckerrohr oder Zellulose.

Was ist Erlebnisgastronomie? 

Der Restaurantbesuch soll immer mehr zum Erlebnis werden, deshalb spielt nicht nur der Geschmack eine Rolle, sondern der Appetit des Kunden auf eine gelungene Inszenierung. Die macht aus einem normalen Abendessen Erlebnisgastronomie. In Wien zeigt seit Ende des Jahres das brandneue „Space Burger“ vor, wie’s geht: Das erste vegane und glutenfreie Fastfood-Lokal serviert unter anderem bunte „Space Burger“, die mit Rote-Beete-Aktivkohle eingefärbt wurden.

Wie funktioniert Lebensmittelrettung? 

Die App „Too Good To Go“ ist 2019 in Österreich durchgestartet. Die Idee ist einfach, die Umsetzung großartig: Lebensmittel und bereits fertige Gerichte, die bisher weggeworfen wurden, werden kurz vor Küchenschluss günstiger verkauft. Mit jeder geretteten Mahlzeit werden so 2,5 kg CO2 eingespart. Mittlerweile machen rund 37.000 Betriebe weltweit mit. In Österreich sind es 144.000 registrierte Nutzer, 400 teilnehmende Betriebe, 1.440 gerettete Mahlzeiten pro Tag – Tendenz steigend. Lebensmittelrettung wird garantiert auch 2020 ein Thema sein. 

Welche fleischlosen Burger gibt es?

Jeder dritte verkaufte Burger weltweit kommt mittlerweile fleischlos auf den Teller. 2019 boomten die auf Erbsenprotein basierenden Fleischersatzprodukte und schafften es sogar in die Supermärkte: Den „Beyond Burger“ des US-Riesen Beyond Meat gibt es bei uns im Gastro-Großhandel bei Metro. Aber auch heimische Start-ups wie z. B. easyVEGAN aus Salzburg bieten im heimischen Gastrogroßhandel vegane Produkte an.

Autor/in:
Jasmin Kreulitsch
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