Direkt zum Inhalt
In den Burger von morgen kommt immer öfter Fleischersatz.

Das sind die nächsten Foodtrends

06.05.2021

Was Essen wir in der Zukunft und wieso? Diese Fragen haben wir Foodtrendforscherin Hanni Rützler gestellt und fünf Antworten ­bekommen.

„Supportsysteme“ - Convenience 3.0

Fertiggerichte sind längst nicht mehr der einzige Weg zum bequemen Kochen und Essen. Viele Menschen würden ihre Speisen gerne selbst und frisch zubereiten, wäre der Aufwand nicht zu hoch. Und auch wenn vor allem zu Beginn der Krise klassische Fertiggerichte wie Dosen- und Tiefkühlprodukte wieder verstärkt gekauft wurden, hat das Kochen zu Hause – dem primären Aufenthaltsort in der Krise – wieder an Bedeutung gewonnen. Dazu stehen immer mehr Services, Technologien und Produkte als Erleichterung beim Kochen bereit. Denn Convenience 3.0 offeriert funktionsorientierte Lösungen, die den Prozess von der Menüplanung und der Resteverwertung bis hin zum Einkaufen mithilfe von Rezept-Shopping-Services, intelligenten Kühlschränken, Meal Kits, Kochboxen, Multifunktions-Küchenmaschinen, wie etwa dem Thermomix, Koch- und Rezept-Apps sowie Lieferdiensten bequemer und lustvoller gestalten.

„Local Exotics“

Local Exotics sind ein neues kulinarisches Paradoxon. Die Lockdowns haben die Bedeutung lokaler Lebensmittelproduktion weiter verstärkt, zugleich aber eine neue Sehnsucht nach kulinarischen Entdeckungen und exotischen Genüssen geweckt. Local Exotics versprechen, den Widerspruch in Zukunft aufzulösen. Mit dem regionalen Anbau von „Exoten“ wie Reis, Wasabi, Feigen, Ingwer und Melonen oder der Zucht von Tilapias.

„Cultured Meat“

Fleisch ohne Tierleid und mehr Nachhaltigkeit verspricht eine neue Technologie, die im Sommer 2013 erstmals den Praxistest absolvierte: In-vitro-Fleisch oder Cultured Meat wird aus tierischen Stammzellen gewonnen und im Labor gezüchtet. An dem Alternativ-Konzept zur Massentierhaltung wird bereits in einigen Ländern der Welt geforscht. Schneller als erwartet wurde Cultured Meat markttauglich. Tatsächlich konnten etwa Restaurantgäste in Singapur schon Ende 2020 die ersten Speisen aus entwickeltem In-vitro-Huhn verkosten.

„Urban Farming“

Nahrungsmittel wurden bislang vorwiegend auf dem Land und in die Stadt transportiert. Inzwischen werden immer mehr Nahrungsmittel auch im urbanen Raum angebaut – nicht nur von Urban Gardeners für den Eigenbedarf, sondern auch von professionellen „StadtbäuerInnen“. Urban Food ist eine substanzielle Alternative für unser Ernährungssystem und verändert nicht nur Berufsbilder, sondern auch unsere traditionelle Vorstellung von Natur und Nahrungsmitteln.

„Aquaponik“ 

Aquaponik ist eine nachhaltige Technologie, die Fischzucht und Gemüseanbau in einem geschlossenen Kreislauf bzw. Produktionssystem vereint. Es ist eine besondere Form der Aquakultur, bei der das Prozesswasser zusätzlich für die Nährstoffversorgung von Pflanzen genutzt wird.

 

 

Autor/in:
Alexander Grübling
Werbung

Weiterführende Themen

Alexander Knoll führt gemeinsam mit Schwester Verena und Schwager Dennis das Hinterbrühl.
Gastronomie
27.05.2021

In den urigen Räumen des alteingesessenen Gasthauses Hinterbrühl in der Salzburger Altstadt serviert ein ­junges Trio seit Juni 2020 Traditionsgerichte mit Twist – Beef Tatar und Brettljause ...

Entspannung und Runterschalten im stressigen Arbeitsalltag. Das geht mit einigen Tipps und Übungen.
Tourismus
26.05.2021

Stress bei der Arbeit ist ein Thema, das in der Tourismusbranche allgegenwärtig scheint. Es gibt einige einfache Übungen, am Arbeitsplatz und in den Pausen, die zum Entspannen beitragen. 

Wein
25.05.2021

Das gesonderte Ausflaggen von naturnah erzeugten Weinen wird immer mehr zum Auslaufmodell. Wo es klimatisch möglich ist, kitzeln Winzer aus gesunden Böden die letzten Finessen ihrer Lagen.

Wein
25.05.2021

Die ÖGZ-Verkostung der „Mischsätze“ aus zwei Bundesländern zeigt, dass die Renaissance des alten Kultivierungsstils weitergeht. Gastronomisch erlaubt sie viel Spielraum (wenn man eine Regel ...

Wein
25.05.2021

Viele Trendscouts haben sich geirrt: Denn auch dieses Jahr steht der Gin & Tonic gleichrangig neben den italienischen Aperitivo-Lieblingen. Und das vielfältiger denn je und mitunter sogar bunt ...

Werbung