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Spartenobmann Johann Schenner

Das Winter-Tourismuskontingent steht

17.11.2011

Wien. Die Sozialpartner haben sich auf ein Tourismuskontigent für den heurigen Winter geeinigt. Gemeinsam mit dem bereits im Oktober verordneten Gletscherkontingent beträgt die diesjährige Kontingenthöhe für die nun beginnende Wintersaison insgesamt 2.225 Arbeitkräfte.

Zeitgerecht wird Bundesminister Rudolf Hundstorfer das Winterkontingent 2011/2012 für Saisoniers aus Drittstaaten verordnen. Gemeinsam mit dem bereits im Oktober verordneten Gletscherkontingent beträgt die diesjährige Kontingenthöhe für die nun beginnende Wintersaison insgesamt 2.225 Arbeitkräfte. Im Vergleich zu den Zahlen der letzten Wintersaison entspricht dies einem Rückgang um rd. 65 Prozent, was einerseits mit der erstmals in der Wintersaison angewandten Stammsaisonier-Regelung und anderseits mit der Öffnung des EU-Arbeitsmarktes für die Erweiterungsländer zu begründen ist.

 

Geringerer Kontigentbedarf

Der österreichische Arbeitsmarkt ist seit 1. Mai des heurigen Jahres für die EU-25 geöffnet. "Unser Ziel im heimischen Tourismus muss es daher sein, in erster Linie österreichische sowie Arbeitnehmer aus den EU-25-Mitgliedsstaaten sowie Stammsaisoniers aus Drittstaaten zu beschäftigen", erklärt Rudolf Kaske, Vorsitzender der Gewerkschaft vida und Verhandler auf

Arbeitnehmerseite. Rund 3.000 Arbeitskräfte aus den EU-Erweiterungsländern, die bisher in der Wintersaison in Österreich gearbeitet haben, benötigen heuer keinen Kontingentplatz mehr.

 

1.500 Stammsaisoniers

"Neben dem Kernsaisonkontingent stehen den heimischen Betrieben 1.500 registrierte Drittstaaten-Arbeitskräfte, die sich als "Stammsaisoniers" beim AMS registriert haben, zur Verfügung. Diese können von heimischen Tourismus-Betrieben ohne weitere Arbeitsmarktprüfung beschäftigt werden", berichtet Hans Schenner, Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Damit seien bereits knapp 95 Prozent der berechtigten Stammsaisoniers registriert - ein Erfolg des Sozialpartnermodells von Gewerkschaft vida und Wirtschaftskammer.

  

Erste Saison nach Veränderung

"Unser Augenmerk hat darauf zu liegen, dass wir in- und ausländische  Arbeitsuchende, die bereits hier sind, zu fairen Lohn- und Arbeitsbedingungen wieder in Beschäftigung bringen. Die Zulassung von Drittstaatensaisoniers wurde daher bedarfsgerecht auf ein Restkontingent beschränkt", argumentiert Kaske. Es wurden sowohl die Lage und Entwicklung des Arbeitsmarktes, insbesondere die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen, die Zahl der registrierten Stammsaisoniers und das zusätzliche Potenzial an Arbeitskräften aus den EU-25-Staaten, berücksichtigt. "Von einer Überschwemmung des österreichischen Arbeitsmarktes durch Drittstaaten-Arbeitskräfte kann auf keinen Fall gesprochen werden", betont Schenner. Die diesjährige Regelung könne als Übergangslösung bewertet werden, da dies die erste Saison nach den großen Veränderungen ist.

 

Gemeinsame Lösung

Das aktuelle Kontingent kann als gemeinsame Lösung zwischen der Gewerkschaft vida, Arbeitsministerium und Wirtschaftskammer verstanden werden. "Das Saisonierkontingent wurde in einem sozial verträglichen Rahmen festgesetzt, um bedarfsgerecht die Saisonspitzenzeiten abzudecken", sind sich die Sozialpartner Kaske und Schenner einig. Bereits ab morgen früh können die regionalen AMS entsprechende Bescheide in den Wintersportregionen ausstellen.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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