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Demokratisierung der Restaurantkritik

14.07.2004

Mit dem „VIPGOURMETclub“ wurde in Österreich eine neue Art von Restaurantführer gestartet, bei der „normale“ Gäste als Kritiker fungieren. Diese Demokratisierung der Restaurantkritik bietet für teilnehmende Gastronomen zahlreiche Vorteile.

Der Startschuss ist gefallen, die ersten Votings bereits eingegangen. In Schulnoten – von 1 bis 5 – bewerten die Club-Mitglieder Küche, Service, Getränke, Ambiente und Preis-/ Leistungsverhältnis des jeweiligen Restaurants.
Natürlich sind die Clubmitglieder „Laien“ und haben nicht so viel Erfahrung wie die Lokaltester der etablierten Guides. Trotzdem erwartet sich Wolfgang Rosam stimmige Ergebnisse: „Die Qualität der Kritik ergibt sich aus der Summe der Bewertungen. Einzelne Ausreißer haben also keinen nennenswerten Einfluss auf das Gesamtergebnis.“ Außerdem gibt es einen Fachbeirat, der korrigierend eingreift, wenn das Voting offensichtlich missbraucht wird.
In den USA gibt es mit Zagat (www.zagat.com) bereits seit vielen Jahren einen derartigen Restaurantführer, der mittlerweile auch zahlreiche andere Branchen testet und sich als verlässliche Quelle für Feinschmecker etabliert hat.
„Wenn das genauso funktioniert, ist das eine tolle Sache. Wir sind jedenfalls von Anfang mit dabei“, erklärt Heino Huber vom Bregenzer Deuring Schlössle. Und auch Multigastronom und BÖG-Präsident Toni Mörwald ist von Rosams Club-Idee angetan: „Alles, was für die Branche getan wird und diese dadurch aufwertet, ist prinzipiell zu begrüßen. Wenn es professionell gemacht wird, und davon ist bei den beteiligten Unternehmen ja auszugehen, ist dies eine absolut begrüßenswerte Initiative.“

Mitmachen lohnt sich – und kostet den Gastronom nichts

Finanziert wird das Projekt VIPGOURMETclub von der Erste Bank, Sparkassen und T-Mobile. Weder für die Clubmitglieder noch die teilnehmenden Gastronomen ist der GOURMETclub daher mit Kosten verbunden. Im Gegenteil, für den Gastronomen hat eine Teilnahme zahlreiche, ganz konkrete Vorteile:
- Wenn ein Clubmitglied mit seiner – für ihn kostenlosen – Clubkarte zahlt, beträgt das Disagio lediglich 0,85%. Der Zahlungsverkehr wird von Hobex durchgeführt.
- Der Betrieb wird auf der Homepage des Clubs (www.vipgourmetclub.at), dem in jedem Sommer erscheinenden Magazin sowie im Guide (erscheint jeweils im Jänner) vorgestellt. Mit einer Teilnahme kann man also kostenfrei neue Gäste gewinnen.
Im Vertrag, der natürlich jederzeit kündbar ist, verpflichtet sich der Gastronom lediglich, VIPGOURMETclub-Mitglieder „bevorzugt“ zu behandeln. Wie er das macht, bleibt jedem Gastronomen selbstverständlich selbst überlassen.
Innerhalb der ersten Wochen haben sich bereits 420 Restaurants angemeldet. Initiator Wolfgang Rosam erwartet sich innerhalb eines Jahres rund 800 teilnehmende Restaurants.
Für die Gewinnung der Mitglieder werfen sich die Partner Erste Bank, Sparkassen und T-Mobile ins Zeug.

Im ersten Jahr sollen rund 25.000 Mitglieder erreicht werden. Bis Ende 2006 ist eine Mitgliederzahl von 40.000 angestrebt.
Das sollte keine große Schwierigkeit sein, denn auch für die „Tester“ ist die Mitgliedschaft kostenfrei. Sie verpflichten sich lediglich mindestens fünf Votings pro Jahr abzugeben. Das können sie entweder per SMS direkt im Lokal machen oder – wem das angenehmer ist – auch über die Club-Homepage abstimmen. Wer es ganz altmodisch will, kann sein Voting auch telefonisch unter 0900 300 700 durchgeben.

Wird der GOURMETclub herkömmliche Restaurant-Führer wie „à la carte“ oder „Gault Millau“ überflüssig machen?
Wohl kaum, denn diese haben trotz ihrer manchmal etwas subjektiven Bewertungen natürlich ihre Berechtigung und auch ihre Leserschaft.
Als „Publikumsführer“, der schon alleine durch die Vielzahl der getätigten Kritiken aussagekräftig ist, hat der GOURMETclub jedoch mit Sicherheit die Chance, sich einen Fixplatz unter den Restaurant-Führern zu sichern. Weiters steht die Qualität der beteiligten Unternehmen für Seriosität und Kompetenz.

Kontakt: Club Managerin Astrid Moser, 01/907 66 00 101, www.gourmetclub.com

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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