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Der beste ÖHV-Kongress ever

22.01.2015

So viel Teilnehmer (knapp 600) kamen noch nie. Die Stimmung in Kitzbühel war prächtig. Nicht alle haben gejammert. Man konnte Kraft schöpfen für ein herausforderndes Jahr.

Text: Thomas Askan Vierich

 

Die Veranstalter waren hochzufrieden: „Das war der beste ÖHV-Kongress ever“, schwärmte Pressesprecher Martin Stanitz. Und wenn der so was sagt, darf man ihm ruhig glauben. Kitzbühel hat schon was Besonderes. Besonders zwei Wochen vor dem Hahnenkamm-Rennen, wenn schon alle Verantwortlichen im Ausnahmezustand vibrieren. Sie haben trotzdem für uns Platz und Zeit gefunden. Das sind halt Profis, diese Kitzbüheler. Von nix kommt nix, auch nicht die Münchner Schickeria.
Die war aber beim ÖHV-Hotelierkongress 2015 eher nicht vertreten. Dafür wieder jede Menge Hoteliers und Experten aus Österreich und angrenzenden Ländern. In ihrem zweiten Jahr fiel die Ansprache der ÖHV-Präsidenten Michaela Reitterer und Gregor Hoch noch etwas spitzzüngiger, aber gewohnt charmant aus. Wenn ich sie richtig verstanden habe, riefen sie die „Pflicht zum Ungehorsam“ aus. Überregulierung, künstliche Verknappung der Mitarbeiter (Rot-Weiß-Rot-Card), drohende Erbschaftsteuer, unpraktikable Arbeitszeitregelungen, eine Heerschar an Prüfern von Amtswegen: Sie alle drohen den Hoteliers die Luft zum Atmen und Investieren zu nehmen. „Wir sind Unternehmer, keine Unterlasser!“, rief Gregor Hoch und erntetet viel Beifall. „Wir brauchen einen neuen Standortdialog“, ergänzte Michaela Reitterer, wie immer lächelnd, aber hartnäckig in der Aussage. „Das Gewerberecht aus dem 19. Jahrhundert muss endlich erneuert werden, wir brauchen ein modernes Arbeitsrecht und eine Senkung der Abgabenquote. Wir müssen raus aus der Komfortzone!“ Dabei blieb bewusst unklar, wer genau gemeint war: die Kollegen oder die Politiker. Vermutlich beide.
Mehr zum ÖHV-Kongress in der Beilage der nächsten ÖGZ (13. 2.).

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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