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Der beste Preis auf der eigenen Homepage

14.06.2016

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner geht jetzt wirklich gegen die von den Buchungsplattformen verlangte Ratenparität vor: Gesetzesnovelle in Begutachtung geschickt

"Hoteliers dürfen ihre Zimmer zwar auf anderen Plattformen oder am Telefon billiger anbieten. Auf der eigenen Homepage ist es ihnen aber untersagt. Das ist eine Einschränkung der unternehmerischen Freiheit und bedeutet in der Praxis eine Schieflage zu Gunsten von Buchungsplattformen", begründet Mitterlehner seine Initiative. Durch eine Novelle des Bundesgesetzes gegen unlauteren Wettbewerb sowie des Preisauszeichnungsgesetzes soll die Handlungsfreiheit der Unternehmen erhöht werden. "Wir wollen faire Wettbewerbsregeln schaffen. Hotels sollen ihre Preise ohne Einschränkungen selbst gestalten und auch auf der eigenen Hotel-Homepage günstiger anbieten dürfen", sagt Mitterlehner. "Die geltende Rechtslage räumt Plattformbetreibern mehr Rechte ein als den Hotelbetreibern selbst. Mit der Novelle setzen wir nicht nur einen wesentlichen Schritt hin zu mehr unternehmerischer Freiheit, sondern handeln auch entsprechend europäischer Trends. Frankreich hat die Vorgaben der Plattformen bereits verboten. In Italien wird ein entsprechender Gesetzesvorschlag behandelt. Auch in Kroatien wird eine Änderung erarbeitet. Das deutsche Bundeskartellamt hat kürzlich entschieden, dass die Vorgaben der Plattformen wettbewerbswidrig sind. In Österreich soll die Novelle im Herbst im Parlament beschlossen werden und Ende des Jahres in Kraft treten.

Ob allerdings die Hotels dann wirklich in den Preiskampf mit den Buchungsplattformen eintreten sollten, ist unter Experten umstritten. Aber die Möglichkeit dazu verbessert in jedem Fall die Verhandlungsüosition der Hoteliers gegenüber booking.com und Co. (bmwfw / tav)

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