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Der Dschungel lichtet sich

16.07.2014

Nach monatelangen Diskussionen kristalliert sich eine Lösung bei der „Allergen-Verordnung" heraus

Auf einer Pressekonferenz Anfang Juli berichtete die WKO vom Stand der Verhandlungen mit dem Bundesgesundheitsministerium (BGM). Die schlimmsten Nebenwirkungen konnten abgeschwächt werden. Gerade die kleinen, meist familiengeführten Betriebe hätten den bürokratischen Mehraufwand wohl kaum gestemmt.
Weil dem heutigen Gast nicht nur der gesundheitliche Aspekt immer wichtiger wird, sondern auch die Regionalität im Angebot, möchte niemand, dass kleine Gastwirte zukünftig nur mehr Fertig- und Halbfertigprodukte aufwärmen, um der Verordnung gerecht werden zu können. Tatsächlich ist es der WKO gelungen, das BMG dahingehend umzustimmen, dass die Möglichkeit einer mündlichen Informationsweitergabe ausreicht. Für Mitarbeiterschulungen werden den Gastronomen zudem ausreichende Zeitfenster eingeräumt und spezielle Hilfestellungen angeboten. Die vielzitierten Speisekarten im Telefonbuchformat wird es daher nicht geben!

Schutz der Gäste für alle
Für den Fachverband ist es eine Selbstverständlichkeit, dass die Gäste ein Recht auf Information haben. Allerdings muss das für alle Anbieter gelten, also auch für die Veranstalter von Vereinsfesten, Clubbings, Kirtagen sowie für die Direktvermarkter.
Die WKO fordert daher, dass die Anforderungen des EU-Lebensmittelrechtes für alle gilt, die eine mit der Produktion, der Verarbeitung und dem Vertrieb von Lebensmitteln zusammenhängende Tätigkeit ausüben – gleichgültig ob diese Tätigkeit auf Gewinnerzielung ausgerichtet ist oder nicht. Alles andere käme einer Wettbewerbsverzerrung gleich.

Drakonische Strafen
Eine wesentliche Forderung der WKO ist das Wegfallen der existenzbedrohenden Strafen, die für allfällige Verstöße gegen die Informationsverpflichtung zur Anwendung kommen sollen. Der jetzige Strafrahmen von 50.000 bzw. 100.000 Euro im Wiederholungsfall entspricht dem Ausmaß, das nach dem grenzüberschreitenden Pferdefleischskandal festgesetzt worden ist. Dieser ist in den Augen der WKO unangemessen hoch. Sie fordert einen Strafrahmen von höchstens 2.000 bis 5.000 Euro, alles andere käme einem Schlag ins Gesicht der heimischen Gastronomie gleich.gs

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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