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Toskanische Wein-Legende: Peter Permann (P. M. Mounier) begrüßte Marchese Leonardo Frescobaldi in Wien mit den Gastronomen Frank Bläuel (Berghotel Tulbingerkogel) und Jochen Granitz (Planter’s; v. l. n. r.).

Der Markgraf und der Merlot

29.10.2017

Leonardo Frescobaldi zu Gast in Wien.

 

Auch mit 75 Jahren ist Marchese Leonardo Frescobaldi nicht zu stoppen, wenn es um „seine“ Weine geht. Zwei Stunden lang stellte der Italiener die Abfüllungen des heute von seinem Neffen Lamberto geleiteten Weinguts im Wiener Palaishotel Hansen-Kempinski vor. Vom ältesten Familienbesitz, Castiglio-ni, bis zu den neuen Merlots des Hauses reichte die Palette. 

Fach-Verkostung

Persönliche Ergänzungen – „damals gab es italienische Weißweine wie den ,Benefizio‘ nicht“ – verliehen der Fachverkostung besonderes Gepräge. So war es Leo-nardo Frescobaldi, der 1973 die ersten Barrique-Fässer im Chianti Rúfina bestellte. „Alle liebten sie, und wie bei vielen echten Lieben vergisst man sich dann ein bisschen“, kommentierte der Markgraf humorvoll den mittlerweile wieder weniger holzbetonten Stil. Die Begeisterung der anwesenden Gastronomen angesichts von Wein-Monumenten wie dem „Mormoreto 2000“ brachte Hotelier-Urgestein Frank Bläuel auf den Punkt: „Über 700 Jahre Weinbautradition in einer Familie gibt es auch nicht oft.“

Autor/in:
Roland Graf
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