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Der Mentor des Barossa Valley

01.06.2012

Vor mehr als dreißig Jahren hat sich Peter Lehmann dazu entschlossen, im ­Barossa Valley ein eigenes Weingut zu gründen. Dank seines beständigen ­Engagements für seine Herkunft, aber natürlich auch durch die konsistente Qualität der eigenen Weine hat er das Barossa Valley zu einer Weinbauregion von Weltgeltung gemacht.

Wollte man ein gelungenes Porträt von Peter Lehmann malen, dann müsste es über wahren Tiefgang und Charakter verfügen, genauso wie der Mann selbst. Dank seiner Art und seiner Fertigkeiten als Winemaker, und weil er Barossa und seinen Winzern Rückhalt gegeben hat, ist Peter Lehmann zur lebenden Legende im Barossa Valley geworden. Seitdem vor drei Jahrzehnten die ersten Weine unter seinem Namen gefüllt wurden, hat es so manche Entwicklung gegeben.

Die Geschichte von Peter Lehmann ist untrennbar mit der Geschichte des Barossa Valley verbunden. Das Weingut wurde 1979 von Peter mit dem einzigen Ziel gegründet: den Winzern der Region, die damals kurz vor dem finanziellen Ruin standen, zu helfen. Heute genießt er, im wahrsten Sinne des Wortes, die Früchte langjähriger Freundschaften und Loyalität. In jedem Jahr liefern mehr als 140 Winzer die besten Trauben von mehr als 900 Weinbergen in ganz Barossa. Diese fantastischen Bezugsquellen ermöglichen es, Weine passend zu jedem Anlass zu schaffen – jeder einzelne davon handgefertigt und die Erwartungen hinsichtlich Qualität und Wert übertreffend.

Bemerkenswert ist die Konsistenz und Verlässlichkeit von Lehmann-Weinen in jedem Preissegment. Beim österreichischen Importeur Wein Wolf kostet etwa der Chardonnay der Wildcard-Serie weniger als fünf Euro (Netto-Gastro-Preise), der Shiraz South Australia ist um weniger als sechs Euro zu haben und eignet sich hervorragend für den glasweisen Ausschank.

Das Barossa Valley ist – im Gegensatz zu manchem Vorurteil in Europa – kein junges Weinbaugebiet. Einige der nach wie vor im Ertrag stehenden Cabernet-Sauvignon-Stöcke sind mehr als hundert Jahre alt und liefern unglaublich komplexe und tiefgründige Weine. Und auch die Vorstellung, dass es hier immer heiß wäre, ist eine Mär. Im Winter fällt die Temperatur regelmäßig unter null, und auch im australischen Sommer sind deutliche
Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht die Norm.

Hier lassen sich also Weine keltern, die in jeder Hinsicht großartig sind und zu den besten Rotweinen der Welt zählen. Aufgrund der Größe des Barossa Valley – gepaart mit dem sprichwörtlichen Pragmatismus der Australier – lassen sich aber auch sehr gute, einfache Weine keltern, die mit einem unglaublichen Preis-Leistungs-Verhältnis punkten.

Peter Lehmann trägt diesen Umständen Rechnung, indem er verschiedene Labels füllt, die alle ihre Berechtigung haben.
Die „Einstiegsweine“ tragen den Namen „Wildcard Series“. In Österreich sind ein fruchtiger, in Edelstahl ausgebauter Chardonnay und ein „Shiraz South Australia“ erhältlich.

Die Art Series liegt eine Stufe darüber und umfasst ebenfalls einen Chardonnay (allerdings in Holz ausgebaut) sowie eine Cuvée aus Shiraz und Cabernet Sauvignon.

Portrait Wines: Diese Wein-serie in Premiumqualität umfasst alle klassischen Lieblinge aus dem Barossa und ehrt sowohl „den Mann“ als auch das Weinparadies, das er sein Zuhause nennt. Wein Wolf vertreibt in Österreich einen Barossa Shiraz und einen reinsortigen Cabernet Sauvignon.

Clancy ist eine legendäre australische Romanfigur, ein Freigeist, umherziehender Viehtreiber, der ein abenteuerliches Leben geführt hat. Peter Lehmann hat viel von Clancy in sich. Immer hat er die Dinge auf ganz eigene Art gehandhabt, so auch bei der Komposition der Cuvée Clancy’s Red aus den Rebsorten Shiraz, Cabernet Sauvignon und Merlot.

Nach mehr als dreißig äußerst erfolgreichen Jahren im Weingeschäft darf sich Peter Lehmann zwar schon einen zufriedenen Blick zurück erlauben. Noch wichtiger ist ihm allerdings immer noch der Blick nach vorne, dem er mit den Futures Wines Rechnung trägt. In Österreich ist der Futures Shiraz erhältlich, der 18 Monate in amerikanischer und französischer Eiche reift. Ein erstaunlich komplexer Wein, gleichzeitig vollmundig, samtig und geschmeidig.

An der absoluten Spitze der Lehmann’schen Qualitätspyramide stehen die Master Wines. Der „Mentor“ zeigt, zu welcher Güte sich Cabernet Sauvignon von alten Rebstöcken im Barossa Valley entwickeln kann. Ein ausgewogenes Bouquet mit Noten von Cassis, dunklen Früchten und einem Hauch von rotem Paprika und Vanille machen den „Mentor“ zu einem Paradebeispiel eines großen Cabernet Sauvignons.

Der „Eight Songs Shiraz“ ist nach einer Oper benannt, die 1993 in Barossa uraufgeführt wurde. Die Trauben stammen ausnahmslos von alten Rebstöcken, ausgebaut wird der Eight Songs Shiraz in französischem Barrique. Er fasziniert mit einer Kombination aus opulenter Frucht, dunklen Mokka-Noten, einer eleganter Struktur und einem extrem langen Abgang.

Die absolute Krönung des Reigens von Lehmann-Weinen ist der Stonewell Shiraz, der nur in kleinen Mengen aus der Einzellage Stonewell gekeltert wird. Er überrascht mit großem Aromenreichtum, Noten nach Heidelbeere und frisch gemahlenem Pfeffer. Am Gaumen konzentrierte Syrah-Süße, die von einem soliden Säure-Tannin-Gerüst gestützt wird. Großes Reifepotenzial.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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