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Der „Puck“-Event

27.11.2003

Zu einem Branchenevent der Extraklasse geriet das Gastroforum 2003, das am vergangenen Freitag in Wien über die Bühne ging. Star-Gastronom Wolfgang Puck präsentierte sich dabei als lebende Legende.

Wolfgang Puck hat es sich auf der Bühne im Hotel Bristol gemütlich gemacht und trinkt einen Schluck Sanpellegrino.
Ein kurzes Video leitet das Gastroforum 2003 ein und führt die Besucher nach St. Veit an der Glan, wo Wolfgang Puck zuletzt vor zwei Jahren sein Elternhaus und seine Mutter besuchte, um dann mit ihr gemeinsam Kärntner Kasnudel zu kochen.
Märchenhafte Karriere
Seine österreichischen Wurzeln hat Wolfgang Puck nie vergessen, im Gegenteil, sie sind ständig präsent, während er vor den rund 100 Besuchern des Gastroforums seine wohl einmalige Karriere Revue passieren lässt: vom einfachen Küchenlehrling, den man vom ersten Lehrplatz im Hotel Post in Villach fast wieder nach Hause geschickt hätte, bis zu einem Gastronomen der Superlative, der das kulinarische Verständnis Kaliforniens, ja der gesamten Vereinigten Staaten über ein Vierteljahrhundert geprägt hat wie kaum ein zweiter.
Heute ist Wolfgang Puck der kulinarische Pate der Oscar-Nacht. Rund 100 Journalisten aus der ganzen Welt reisen an, wenn zwei Monate vor dem Hollywood-Event bekannt gegeben wird, was die Stars essen werden. Er selbst ist zum Medien-Star geworden, der mit seinen Kochsendungen im US-TV mehrmals pro Woche zu sehen ist. Aus einem Spago zu Beginn der achtziger Jahre sind mittlerweile rund 70 Lokale in zahlreichen US-Staaten geworden. Seine Systemgastronomie mit Wolfgang Pucks Grand Café, Café und Express sollte bis auf 100 Standorte weiterwachsen.
Erfolg definiert sich für Wolfgang Puck freilich nicht mehr über wirtschaftliches Wachstum allein. Er, der dieser Tage 54 Jahre alt wurde, denkt daran, mehr Zeit für sich und seine Kinder zu haben. „Wenn ich 65 bin, könnte ich mir vorstellen, ein Lokal mit sechs Sitzplätzen zu betreiben und dort nach Lust und Laune zu kochen“, gibt sich der US-Star träumerisch. Nur eines sei für ihn undenkbar: einfach nichts mehr zu tun.
Diese unbedinge Arbeitswut teilt Wolfgang Puck zweifellos mit jenen sechs österreichischen Spitzengastronomen, die sich im Rahmen des Gastroforums einer Podiumsdiskussion zur Frage „Ist Erfolg planbar?“ gestellt haben. Reinhard Gerer, DDr. Franz Haslauer, Sohyi Kim, Klaus Piber, Mario Plachutta und Heinz Reitbauer gaben dazu eine Reihe von Erfahrungen zum Besten, wie sie selbst Erfolg ernten konnten, aber auch wie schwer es ist, einmal erreichte Höhen auch dauerhaft zu halten.

Einen umfassenden Bericht über das Gastroforum 2003 finden Sie hier.

Und hier geht`s zur großen Fotostory !

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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