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Der Reisemarkt setzt auf das Luxussegment

28.04.2010

ITB Berlin. Der aktuelle ITB World Travel Trade Report 2010 belegt, dass die Luxusreisenden zu den unentbehrlichen Wirtschafsfaktoren in der internationalen Reiseindustrie gehören. Europäische Urlauber mit hohem Budget sind noch immer für ein Viertel der Reiseausgaben verantwortlich.

Obwohl die Reisen im Luxussegment mit Ausgaben von 2.500 Euro pro Reise und mehr stark zurückgegangen sind, steuern sogenannte Luxusreisende mit ihren Ausgaben nach wie vor einen maßgeblichen Marktanteil in der Reiseindustrie bei. Das belegt das aktuelle Ergebnis des ITB World Travel Trends Report 2010, der von IPK International im Auftrag der führenden Messe der globalen Reiseindustrie ITB Berlin erstellt wurde.


Stark gedämpft und hart umkämpft
Europäische Reisende mit einem vergleichsweise hohen Budget von mehr als 2.500 Euro pro Reise unternahmen 2009 zwar nur fünf Prozent aller Reisen, trugen aber bei den Ausgaben in Höhe 27 Prozent bei – und dass, obwohl die Wirtschaftskrise die Reiselust der besonders kaufkräftigen Urlauber am meisten gedämpft hat: Reisen in diesem Segment sind um 18 Prozent und damit am stärksten zurückgegangen. Das mittlere Segment (750 bis 2.500 Euro Budget pro Reise) verzeichnete einen Rückgang von neun Prozent bei den Reisen und kam auf 33 Prozent der Gesamtreisen. Urlauber in diesem Segment belegten mit ihren Ausgaben 47 Prozent Marktanteil. Die Anzahl der Reisen, die Urlauber mit einem Budget von bis zu 750 Euro unternahmen, ging um vier Prozent zurück und machte damit noch 62 Prozent des Gesamtreisemarktes aus. Sie tätigten jedoch nur 26 Prozent der Gesamtausgaben. 


Es braucht spezielle Angebote
„Das Ergebnis zeigt eines ganz deutlich: Die schwindende Zahl der Luxusreisenden wird zukünftig noch heftiger umkämpft sein. Die Gewinner sind die Destinationen, Airlines und Reiseveranstalter, die um die exklusiven Bedürfnisse der kaufkräftigen Klientel wissen und diese passgenau erfüllen können“, erklärt Dr. Martin Buck, Direktor des KompetenzCenter Travel und Logistics der Messe Berlin.  Noch weiter öffnet sich die Finanzschere bei den so genannten „Extrem kaufkräftigen Reisenden“. Laut des Reports können sie bis zu mehr als 500 Mal so viel für eine Nacht im Hotel ausgeben als der durchschnittliche Urlauber: „Um diese Zielgruppe weiterhin zu erreichen, müssen hoch spezialisierte, individuelle Angebote geschaffen werden. Auch in diesem Segment wird der Druck auf die Reiseindustrie enorm zunehmen.“

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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