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Der siebte Sinn führte nach Zagreb

31.03.2011

Ein hoch informativer und „sinnlicher“ GastroBizz ging in Zagreb über die Bühne. 350 heimische Gastronomen folgten einem hochkarätigen Referententeam auf der Suche nach dem siebten Sinn.

Vineus Awards 2011 – eine Gala für die Weinkultur: Ruth Havel (havel & petz), Thomas Panholzer (GF C&C Pfeiffer), Adi Bittermann, Hannes Tschemernjak (Alpe Adria Weindepot), Winzerin Birgit Wiederstein, Christian Rainer (CR Profil), Winzer Franz Michael Mayer, Christian Grünwald (CR A la Carte), Sylvia Petz, Sommeliére Ines Hofstadler, Hotelier Reinhold Baumschlager und ÖGZ-CR Dieter Koffer; Vineus-Artikel auf Seite 11

Jedes Mal eine andere interessante europäische Großstadt, jedes Jahr ein neues, spannendes Thema – das sind die Ingredienzien, aus denen Herbert Starl alljährlich seinen erfolgreichen „GastroBizz-Cocktail“ mixt. Heuer ging es von Sonntag, den 20. bis Dienstag, den 22. April in Zagreb um das Thema „Mein 7. Sinn“.

Gerade in einer Zeit, in der Businesspläne und Marktforschung das moderne Gastronomiegeschäft prägen, fragen sich immer mehr Unternehmer, ob es nicht auch andere Aspekte der Entscheidungsfindung gibt, die für den geschäftlichen Erfolg entscheidend sind. Doch soll man sich unreflektiert auf sein Bauchgefühl verlassen? Was ist Intuition eigentlich? Gibt es einen siebten Sinn und wenn ja, wie gehe ich mit ihm um?

Denkmuster erkennen
Da es sich bei einem GastroBizz nicht um ein Esoterikerteffen, sondern um ein Impulsevent für erfolgsorientierte Unternehmer handelt, gingen die Referenten ernsthaft und mit konkreten Fragestellungen an dieses Thema heran. Leo Martin hat für die deutsche Kripo gearbeitet und dort Schwerverbrecher verhört. In seinem Auftaktreferat „Ich kriege dich!“ berichtete er, wie man auch schwierige Gesprächssituation meistert und seine Ziele erreicht. Das Um und Auf dabei ist es, zu verstehen, wie das Gegenüber tickt, und dabei hilft es, auch die eigenen Denkmuster zu begreifen. Das Erstaunliche (und für manche vielleicht auch Erschreckende) ist, dass wir uns in unseren grundlegenden Denkmustern nicht wirklich unterscheiden. Ist uns das bewusst, ist es fast ein Kinderspiel, ein Gespräch so zu führen, dass wir erreichen, was wir wollen.

Satte Löwen jagen nicht
Den Sieger erkennt man schon am Start! Den Verlierer auch! Was Beckenrandschwimmer, Kombi-Fahrer und Doppelname-Ehefrauen gemeinsam haben – und wieso manche Kompromisse die Lebenslust töten – erläuterte Dieter Lange. Fortsetzung von Seite 1
Weiters hielt Lange (Bild1) ein Plädoyer für ein aktives Gestalten des eigenen Lebens: „Gegenwart setzt sich aus ‚gegen das Warten‘ zusammen. Morgen kommt nie!“

Ärzte als Trottel der Nation
Vorsorgemediziner Dr. Alex Witasek (Bild 2) sprach zuerst über die unmögliche Rolle der Ärzte in unserer Gesellschaft. Als Manager von Krankheiten müssen sie versagen. Zu einem glücklichen und gesunden Leben gehört vor allem die richtige Einstellung, auch beim Essen: „Nicht so sehr das Was, sondern das Wie ist entscheidend dafür, ob wir uns gesund ernähren, oder nicht“, brachte es Dr. Witasek auf den Punkt. Einen Blick in die Zukunft wagte Sven Gabor Janszky (Bild 3). Mit seinem Vortrag „Ein Tag im Jahr 2020“ erläuterte er, welche Innovationen schon so weit fortgeschritten sind, dass sie unseren Alltag im Jahr 2020 entscheidend gestalten werden.

Um Veränderungen durch technische Neuerungen ging es auch im Vortrag „Wohlfühlmarketing“ von Markus Achleitner (Bild 6), Geschäftsführer der Eurothermenresorts in Oberösterreich. Achleitner hat ein internes Team damit beauftragt, zu erforschen, wie man Gäste am besten über soziale Medien und mobiles Internet (Smartphones) anspricht. „Egal ob Sie sich persönlich dafür interessieren, oder nicht – immer mehr Kunden tun dies, also ist es auch die Pflicht eines Unternehmers, sich damit auseinanderzusetzen“, so Achleitner.
Der schon eingangs erwähnte Leo Martin (Bild 4) widmete sich übrigens nicht nur dem Thema Kommunikation, sondern engagierte sich auch als Mutmacher, etwa indem er Marianne Kolarik dazu ermunterte, mit der bloßen Hand auf einen Pappbecher zu schlagen, unter dem sich – vielleicht – ein spitzer Nagel befindet. Es ging gut aus. Praxisorientiert dann der Vortrag von Zach Davis, der den Weg vom Zeit-Management zu einer effizienten Zeit-Intelligenz aufzeigte.

Event zum Networking
Aber natürlich geht es bei einem GastroBizz nicht nur um ein packendes Vortragsprogramm, sondern auch um die Erkundung der Gastro-Szene einer fremden Stadt und Networking in geselligem Rahmen. Der Kärntner Christian Cabalier (Bild 5 mit seinem Küchenchef im Restaurant Apetit), den die Liebe nach Zagreb geführt hat, war für die Gestaltung der Gastro-Tour verantwortlich. Für das leibliche Wohl vor Ort zeichnete Markus Höller (Bild 11 mit Matthias Krenn, Hotelier und Bürgermeister in Bad Kleinkirchheim sowie WKO-Präsident) vom Höllerwirt in Altmünster verantwortlich. Er kam mit charmanter Begleitung (Bild 9 Julia und Irene in altösterreichischer Aufmachung), die für einen perfekten Ablauf des Events sorgten. Für stimmungsvolle Unterhaltung am ersten Abend garantierte der Zauberer Jakob Lipp (Bild 7 gemeinsam mit Veranstalter Herbert Starl).

Langjährige Partner dabei
Mit einem gepflegten Heineken, das von Ernst Ebner gezapft wurde (Bild 13), stießen Josef Hackl (Bild 8 links), Obmann Gastronomie WK Tirol), Helmut Hinterleiter (Obmann des Fachverbandes in der WKO, Mitte) und Karl Wratschko, Spartenobmann der WK Steiermark an.
Um den notwendigen Energieschub in den Seminarpausen kümmerte sich das Team von Segafredo (Bild 12, Christian Gebauer, Wolfgang Stieglecker und Helmut Humer).

Für köstliche Pausensnacks garantierte Frischelieferant Kröswang. (Bild 10). Firmenchef Manfred Kröswang brachte wie üblich charmante Verstärkung mit.

www.gastrobizz.at
Wolfgang Schedelberger

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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