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Fine Dining in der Natur

Der Sound der Ameisen

29.06.2016

Bundesforste und Feldküche starten Outdoor-Reihe mit Wald-Workshops und Fine Dining im Freien

Waldsounds mit Richard Eigner
Milena Broger

Originelle Idee: In der „Waldwerkstätte“ kann man ein Floß bauen, Wermut brauen, einen Wald-Smoothie mixen, den Ameisen zuhören oder in einem Erdofen braten: Das dürfte punktgenau den Trend zu Outdoor-Aktivitäten mitten in der Natur treffen. Die „Waldwerkstätte“ wurde als neue Veranstaltungsreihe gemeinsam von den Bundesforsten und dem Feldküchen-Kollektiv ins Leben. In Do-it-Yourself-Workshops wird verloren gegangenes Wissen neu entdeckt und in ungewöhnlicher Form vermittelt. Sie richtet sich an alle Naturinteressierten, die gerne draußen sind, aktiv mitmachen und Natur neu erfahren wollen. Fine Dinings im Freien runden die Veranstaltungsreihe ab, bei denen die kulinarischen Schätze des Waldes erforscht und anschließend unter freiem Waldhimmel verkocht werden. „Immer mehr Menschen suchen Ruhe und Erholung, Ausgleich und Abenteuer im Wald“, sagt Rudolf Freidhager, Vorstand der Österreichischen Bundesforste. „Gleichzeitig nimmt das Wissen rund um die Natur und ihre Zusammenhänge immer mehr ab. Mit dieser Veranstaltungsreihe schaffen wir einen neuen Zugang zu Wald und Natur, vermitteln Wissen und bringen den Menschen die Natur wieder näher.“ Die DIY-Workshops und Fine Dinings finden von Juli bis September an malerischen Waldorten der Bundesforste in ganz Österreich statt und werden vom Feldküchen-Kollektiv kreativ-kulinarisch begleitet.

Braten, Mixen, Floß bauen

 

Tiere des Waldes im Erdofen gegart, Wald-Detox-Drinks selbst gemacht oder ein Soundtrack aus Unkenstimmen und Hirschrufen vor Ort gemixt - sieben Workshops bieten kreativ-innovative Zugänge zum Wald. Förster, Biologen und Waldexperten der Bundesforste ziehen gemeinsam mit Designern, Köchen, Musikern und Bartendern los, um die unerschöpflichen Schätze des Waldes zu erforschen und Kreatives daraus zu gestalten. Den Auftakt macht Industriedesigner Christopher Rhomberg, der am 16. Juli am Grundlsee einen lang gehegten Wunsch vieler erfüllen wird: den Traum vom selbstgebauten Floß. Wie man seinen eigenen Wald-Detox-Drink herstellt und sich mit Kräutern aus Wald und Natur gesund trinkt, zeigt Waldkoch Christoph Fink am 31. Juli im Salzkammergut.

Den Tieren des Waldes wiederum hat sich Kulinarik-Journalist Tobias Müller verschrieben, der am 2. August verrät, wie man einen Erdofen baut und darin mehr oder weniger große Tiere des Waldes gart. Das Rezept für den ultimativen Wermut kennt  Szene-Bartender Hubert Peter, der am 7. August im Wienerwald mit Wermut-Afficionados auf Kräutersuche geht. Am 27. August wird sich Bildhauer Daniel Nikolaus Kocher in einer Waldhütte in Tirol mit dem Werkstoff Holz auseinandersetzen und zeigen, was daraus Neues entstehen kann.

Wie man Wald zu Bier werden lässt, weiß Braumeister Axel Kiesbye, der am 3. September in einer Waldhütte im Salzburger Tennengau zum experimentellen Freiluftbräu lädt. In die Soundcloud des Waldes eintauchen wird Musiker und Komponist Richard Eigner am 17. September im Wienerwald: Er macht hörbar, was vom menschlichen Ohr sonst nicht wahrgenommen wird – vom Ameisenhaufen bis zum Libellenschlag. Die Hirschbrunft gibt’s im September zur Draufgabe!

 

Fine Dinings unter freiem Waldhimmel
 

Erstmals werden die Fine Dinings unter freiem Waldhimmel heuer in luftig-alpiner Höhe stattfinden. Der Waldort liegt auf 1.552 Meter Seehöhe über dem Meeresspiegel im Herzen des Salzkammerguts zwischen Hallstatt und Dachstein. Junge und renommierte Spitzenköche wie das Vorarlberger Ausnahmetalent Milena Broger (Gasthaus Adler/Vbg.), Martin & Anita Kilga (Paradoxon/Sbg.) oder Philip & Helmut Rachinger vom Hauben gekrönten Mühltalhof (OÖ) verwandeln den Wald in eine Gourmet-Tafel, bei der vom Wipfel bis zur Wurzel, vom Huf bis zum Horn alle lukullischen Schätze des Waldes auf den (Holz)Tisch kommen. Neben den Klassikern der heimischen Wald- und Seenküche wie Reh, Hirsch oder Wildschwein, Reinanke oder Saibling, wird auch der eine oder andere kulinarische Exote wie Muffel, Dachs oder Krähe als Wald-Delikatesse kredenzt. Alle Fine Dinings werden von Naturführungen durch die umliegenden Wälder begleitet, die Einzigartigkeit des Waldortes und sein alpines Panorama runden das Naturerleben ab. 

Alle Termine und Anmeldungen unter www.waldwerkstätte.at

ÖBF/tav

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