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Der Tiroler Tourismus verzeichnet neun Prozent mehr Lehrlinge als 2004

16.09.2005

Neun Prozent mehr Lehrlinge im Tourismus im Vergleich zum Vorjahr und neue Lehrlingsinitiativen bestätigen die konsquente Nachwuchsarbeit der Tiroler Tourismusbetriebe. Insgesamt gibt es in Tirol 12.942 Lehrlinge. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Plus von 2,3%. Davon werden im gesamten Tourismusbereich 2.334 Lehrlinge ausgebildet.

„Die Situation am Tiroler Lehrlingsmarkt sieht für den Tiroler Tourismus derzeit ausgespro-chen gut aus. Wir starten mit vielen Initiativen neuerlich durch, damit möglichst viele Jugendliche die Chancen im Tourismus nützen“, erklärte Gotthard Scheiber, Obmann-Stv. der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der WK Tirol kürzlich im Rahmen einer Pressekonferenz.
„Die derzeit 2.334 Lehrlinge im Tiroler Tourismus bedeuten im Vergleich zum vorigen Jahr ein Plus von immerhin 8,9 %. Während die Anzahl der Gesamtlehrlinge in Tirol seit 2000 um 4,56 % gestiegen ist, gibt es im Tiroler Tourismus eine Steigerungsrate von mehr als 22%“, so Scheiber. Besonders erfreulich sei auch die Entwicklung der Lehrlinge im 1. Lehrjahr. Hier konnte im Zeitraum von 2000 bis 2004 eine Steigerung von beinahe 34% erzielt werden. „Diese Steigerungen kommen nicht von ungefähr, sondern bestätigen, dass im Tiroler Tourismus genügend Lehrstellen angeboten werden können. Sie zeigen aber auch die erfolgreiche und konsequente Arbeit unserer Branche und unserer Betriebe auf diesem Sektor.“
Zahlreiche Aktivitäten wie z. B. die Forcierung des ausgezeich-neten Lehrbetriebes, die Einführung von Trainertagen, erfolgreiche Kooperationen mit Schulen und Lehrern, aber selbstverständlich auch die Entdeckung der Tiroler Tourismuslehrberufe durch die deutschen Nachbarn hätten zu diesem positiven Ergebnis geführt. Dennoch müsse man sich aufgrund der demografischen Entwicklung, die auf Tirol zukomme, noch mehr anstrengen. Bei den beliebtesten Lehrberufen sind die Tourismusberufe derzeit auf der Überholspur. Der Restaurantfachmann kletterte von Platz acht auf Platz sechs, der des Hotel- und Gastgewerbeassistenten von neu auf acht und auf dem zweiten Platz – mit einem Zuwachs von 69 Lehrlingen im Vergleich zum Vorjahr – rangiert der Lehrberuf Koch/Köchin.
Dickes Maßnahmenpaket
Laut Scheiber ist Tirol das erste Bundesland, das im Hotel- und Gastgewerbe für alle drei Lehrberufe Ausbildungspläne anbieten kann. Darüber hinaus sind folgende Aktivitäten geplant.
Lehrlings-Newsletter: Jeder Lehrling wird per E-Mail über Weiterbildungsmöglichkeiten, Ausbildungspläne, Bundes- und Landeslehrlingswettbewerb, Berufsbild etc. informiert. Lehrlings-Fortbildungstage: Den Lehrlingen wird im Herbst über drei Tage hinweg ein Paket an Fortbildungsmaßnahmen für den jeweiligen Lehrberuf passend angeboten. Dabei sein werden u. a. die Spitzenköche Alexander Fankhauser und Simon Taxacher. Lehrlings-Mappe: Jeder neue Lehrling im Hotel- und Gastgewerbe erhält ein „Startpaket“ mit wichtiger Information. Netzwerk ausländischer Führungskräfte im Hotel- und Gastgewerbe: Kooperation mit Auslandsösterreichern, damit ausgezeichnete Lehrlinge dort ein Praktikum machen können. Weitere Maßnahmen sind ein Kinospot zur Lehre im Hotel- und Gastgewerbe, ein Lehrlings-Folder, Projekte mit Hauptschulen und Polytechnischen Lehrgängen in den Bezirken sowie ein Trainer-Tag als Fortbildungsveranstaltung speziell für Ausbilder im Hotel- und Gastgewerbe.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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