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Der Tourismus lässt in Hamburg die Kassen klingeln

10.08.2005

Der Tourismus in Hamburg hat sich im ersten Halbjahr 2005 mit sieben Prozent Steigerung und drei Millionen Übernachtungen so erfolgreich entwickelt wie nie zuvor. Seine wachsende wirtschaftliche Bedeutung bestätigt jetzt eine vom Senator für Wirtschaft und Arbeit, Gunnar Uldall, vorgestellte Studie: Der Tages- und Übernachtungstourismus bringt jährlich rund 5,3 Milliarden Euro Umsatz in die Stadt und sorgt für 84.000 Vollarbeitsplätze sowie über 200 Millionen Euro Steuereinnahmen. Die aktuelle Studie belegt, dass der Tagestourismus mit einem Anteil von 75 Prozent an den Umsätzen und einer Verdopplung der Besuche innerhalb der letzten zehn Jahre einen sehr großen Anteil an der Erfolgsgeschichte des Tourismus in Hamburg hat.

Fast sechs Millionen Übernachtungen und fast 100 Millionen Tagesbesuche pro Jahr lassen in Hamburg die Kassen klingeln. Die Anzahl der Übernachtungstouristen stieg dabei in den letzten zehn Jahren um 50 Prozent an, die der Tagesgäste verdoppelte sich im gleichen Zeitraum. Zudem wurden durch den Tourismus seit 1993 über 50.000 Arbeitsplätze geschaffen. In Hamburg halten sich somit im Durchschnitt pro Tag annähernd 320.000 auswärtige Besucher auf und geben 14,5 Millionen Euro aus.

"Damit ist der Tourismus in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Arbeitgeber in Hamburg geworden", so der Präses der Behörde für Wirtschaft und Arbeit, Senator Gunnar Uldall, auf der heutigen Pressekonferenz zum Thema "Wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus" zur volkswirtschaftlichen Bedeutung: "Über 100.000 Vollzeit- und Teilzeitarbeitsverhältnisse sind direkt und indirekt vom Tourismus abhängig, das sind 13 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in der Stadt!" Von 5,3 Milliarden Euro Bruttoeinnahmen durch den Tourismus werden 2,5 Milliarden Euro zu Löhnen und Gehältern, 200 Millionen Euro fließen als Steuereinnahmen in die Hamburger Finanzkasse - 130 Millionen Euro mehr als noch 1993. Vom Tourismusboom in Hamburg profitieren fast alle Branchen der Stadt, besonders der Einzelhandel, die Gastronomie und Hotellerie sowie die Kultureinrichtungen.

Die neuen Zahlen und Berechnungen basieren auf einer aktuellen Studie des dwif (Deutsches Wirtschaftswissenschaftliches Institut für Fremdenverkehr, München) zum Thema "Tagesreisen der Deutschen". Sie wurde finanziert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit sowie den 16 Bundesländern. Die Ergebnisse für Hamburg stellt der Geschäftsführer der Hamburg Tourismus GmbH, Dietrich von Albedyll, auf der Pressekonferenz vor: 98,3 Millionen Tagesbesuche wurden 2004 in Hamburg gezählt, dies bedeutet eine Verdopplung zur letzten Zählung 1993 mit damals 48,4 Millionen Gästen. Die Hamburger Tagesgäste geben im Durchschnitt 40,40 Euro pro Besuch aus, bundesweit der Spitzenwert unter den deutschen Großstädten. Rund zwei Drittel der Ausgaben von 3,96 Milliarden Euro fließen in den Einzelhandel ohne Lebensmittel (1,9 Milliarden Euro = Anteil 47 Prozent an den Gesamtausgaben) und die Gastronomie (1,1 Milliarden Euro = Anteil 29 Prozent). Für Eintritte in Theater, Musicals, Museen und Freizeiteinrichtungen wurden immerhin pro Jahr noch 550 Millionen Euro ausgegeben (Anteil 13 Prozent).

"Hamburg hat sein Potenzial bei Übernachtungs- und Tagesgästen aber lange noch nicht ausgeschöpft", ist sich Dietrich von Albedyll sicher. "Wir wollen in beiden Bereichen durch intensives Marketing international, national aber auch regional die Zahlen zukünftig noch weiter steigern und noch mehr Umsatz und Arbeitsplätze in der so genannten 'Weißen Industrie' schaffen!" Gerade im Bereich der Tagesgäste geht man seit dem Frühjahr neue Wege und forciert unter dem Motto "Hamburg-Marketing in der Region" zusammen mit Hamburger Partnern die Werbung um Gäste aus dem Umland und den Feriengebieten an Nord- und Ostsee.

Weitere Infos: www.hamburg-tourismus.de bzw.
www.hamburg-tourismus.de/tourismus-monitoring.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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