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Der Wein-Koloss kam aus Schweden

12.06.2007

Alle drei Jahre trifft sich die Welt-Elite der Sommeliers zum „Concours Mondial de la Sommellerie“, also zur Weltmeisterschaft der Sommeliers. Die WM 2007 sollte ursprünglich in Spanien stattfinden, doch die Spanier mussten aus organisatorischen Gründen absagen.

Weltmeister Andreas Larsson

Kurzfristig sprangen die Griechen in die Bresche und die WM ging nun im Mai in Rhodos über die Bühne. Österreichs Teilnehmer Aldo Sohm kam mit guten Chancen zur 12. WM der Sommeliers. Hatte der Tiroler doch 2007 schon den Wettkampf und Titel „Best Sommelier of USA gewonnen“, immerhin gegen sechs Master-Sommeliers!

Ein „Wiederholungstäter“
Aldo Sohm war schon 2004 bei der WM in Athen mit dabei, damals leider mit einer bösen Erkältung. Doch sogar der damalige Europameister und heiße Favorit Andreas Larsson scheiterte 2004 am Einzug ins Finale, verließ wütend die Arena und startete sogleich das Training für 2007 – wie auch Aldo Sohm und die anderen Favoriten aus aller Herren Länder.

Vier aus 45
45 Sommeliers aus 45 Ländern, von Asien bis Südamerika, bereiteten sich also jahrelang auf die 12. WM vor. Tagtägliches Training und Blindverkostungen zahlloser Weine und Spirituosen, Weinreisen rund um die Welt und ständiges Aktualisieren des globalen Weinwissens.
Dennoch durften sich für das Finale nur vier von 45 Kandidaten qualifizieren, und das waren schließlich die Top-Favoriten: Schweiz, Frankreich, Großbritannien und Schweden.
Diesmal gewann der Schwede Andreas Larsson, der u. a. eine phänomenale Blindverkostung der Spirituosen ablieferte. Die Plätze nach dem Sieger werden von der Association de la Sommellerie Internationale grundsätzlich nicht bekannt gegeben.
Der Schwede besiegte sogar den als heißen Favoriten gehandelten Gerard Basset (mit Doppelstaatsbürgerschaft Frankreich und Großbritannien), der bereits seit 1998 den Titel „Master of Wine“ trägt.
Für diese höchste Ausbildungsstufe der internationalen Sommeliers ist der Titel Weinakademiker eine (erste) Grundvoraussetzung.

Sommelier als „Brotberuf“
Etliche Teilnehmer der Sommelier-WM sind in Weinhandel, Vinotheken, Consultant- und Wein-Management tätig.

Doch gerade Sommeliers wie Aldo Sohm, die ihr Metier tagtäglich noch in Restaurants ausüben, verdienen große Bewunderung, zumal sie die WM-Vorbereitung quasi „ganz nebenbei“ meistern.
Als amerikanischer Sommelier-Meister wurde Aldo Sohm kürzlich vom Drei-Sterne-Restaurant Le Bernardin in New York angestellt.
Mit seinen 35 Jahren ist der bescheidene Tiroler also diesbezüglich schon am Zenit seiner Laufbahn, denn mehr als drei Sterne können über einem Sommelier in der Gastronomie nicht strahlen.

Der Tiroler Aldo Sohm macht sich nun mit ungebrochenem Elan an seine neue Arbeitsstätte in New York und steckt sich als „Best Sommelier of USA“ schon ein weiteres Ziel in den Staaten, nämlich die Ausbildung zum US-Master-Sommelier.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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