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Designerburgen boomen

24.05.2006

Zwei spektakuläre Hoteleröffnungen sorgen in Wien für Furore. Am Stephansplatz eröffnete Ende April Do&Co sein erstes Hotel, nächste Woche folgt das Levante Parliament auf der 2er-Linie.

Ganz ohne Medienrummel sperrte das Do&Co Hotel am Wiener Stephansplatz vor zwei Wochen seine Pforten auf. Dass es trotzdem vom ersten Tag an gut gebucht war, verdankt Österreichs Parade-Gastronom und Neo-Hotelier Attila Dogudan unter anderem der Mitgliedschaft bei der internationalen Vermarktungskooperation Design Hotels, die neben einer Website auch mit hochwertigen Büchern und Broschüren für Aufmerksamkeit sorgt.
Doch so einfach ist es nicht, bei diesem exklusiven Zusammenschluss Mitglied zu werden. Schon länger mit dabei sind das Triest in Wien, die beiden Grazer Häuser Augarten und Daniel sowie das Madlein von Günter Aloys in Ischgl. Heuer neu dazu gekommen sind das Mavida Balance in Zell am See und die beiden soeben eröffneten Wiener Innenstadthotels Do & Co und Levante Parliament.
„Wir sind schon ein paar Jahre dabei und haben nur positive Erfahrungen gemacht. Die Gäste sind im Schnitt deutlich jünger geworden und auch der Preis tritt in den Hintergrund, wenn es gelingt, die Gäste mit tollem Design – und erstklassigem Service – zu verzaubern“, so Günter Aloys vom Hotel Madlein in Ischgl.
Trotz der relativ hohen Mitgliedsbeiträge zahlt sich eine Mitgliedschaft bei der Designhotel-Gruppe offensichtlich aus. Claus Sendlinger, CEO der Design-Hotels Gruppe, erklärt das so: „Wir sind in erster Linie unserem existierenden Mitgliedern verantwortlich, dass sich die Mitgliedschaft für sie auch lohnt. Wir haben zwar nie einen Gebietsschutz garantiert – allein in Hamburg gibt es vier Mitgliedshotels – aber wir wollen den erreichten Standard auf keinen Fall verwässern.“
Diese Gefahr besteht weder beim Do&Co Hotel noch beim Levante Parliament. Beide Häuser sind durch und durch designte Wohlfühloasen für ein internationales Publikum.

Das Do&Co Hotel hat 45 Zimmer und zwei großzügige Suiten, die allerdings noch nicht endgültig fertig gestellt sind.
„Typische“ Elemente wie in der Wand versenkte Bildschirme und viel indirekte Beleuchtung ziehen sich durchs ganze Haus. Auf den Zimmern selbst überzeugen zahlreiche durchdachte Detaillösungen, wie etwa Minibarkühlschränke mit gläsernen Türen, erstklassige Weingläser, oder Baderäume, die nur durch eine Glaswand vom Schlafraum getrennt sind, damit man – sofern man das wünscht – auch im Bad Tageslicht hat.
Bäder mit Pfiff!
Im Detail etwas anders, vom Prinzip her aber gleich stellen sich die Bäder im neuen Levante Parliament dar. Auch hier lassen flexible Raumteilungskonzepte auf Wunsch Tageslicht in den Nassbereich.
Das an der 2-Linie unmittelbar neben dem Palais Auersperg gelegene Hotel ist einem Denkmal geschützten Haus untergebracht, das trotz des modernen Designs in den Zimmern und im Restaurant über den Charme eines Jahrhundertwende-Hauses verfügt. Außerdem blicken fast alle der insgesamt 74 Zimmer in einen großzügigen, lichtdurchfluteten Innenhof. Was die Gäste an diesem Haus mit Geschichte noch schätzen werden ist die durchgehende Raumhöhe von 3,30 Metern. Was beim Betreten sofort ins Auge springt, sind die spektakulären Glasskulpturen von Ioan Nemtoi. Sie ziehen sich durch sämtliche Bereiche des Hauses und sind – wie in einer Galerie – auch käuflich erwerbbar.
„Auf einen eigenen Seminarbereich haben wir bewusst verzichtet. Um Business-Gästen optimale Räumlichkeiten zu Verfügung stellen zu können, haben wir eine Kooperation mit dem benachbarten Palais Auersperg geschlossen“, berichtet die engagierte Salesdirektorin Christina Siller.
Auch Einheimische gewinnen
Darüber hinaus verfügt das Levante Parliament über ein Restaurant, das ab 22. Mai auch zahlreiche Wiener als Gäste begeistern soll.
Dass die Restaurants und Bars von Designhotels auch für Einheimische sehr attraktiv sein können, beweist „Das Triest“, das sich als erstes Designhotel Wiens seit vielen Jahren auch ein treues Wiener Stammpublikum erarbeitet hat.
Sowohl das Do&Co Hotel als auch das Levante Parliament sind gelungene, moderne Hotelkonzepte, die rundum überzeugen und ihr Publikum finden werden. Die Wiener Hotellandschaft ist jedenfalls mit zwei erstklassigen Neueröffnungen in Bewegung geraten.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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