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DESTILLATA 2006 - Kurzportraits der besten Brenner

15.03.2006

Bei der feierlichen Preisverleihung wurden am 10. März im "Dom im Berg" (Graz) die Sieger der heurigen Destillata-Prämierung bester Spirituosen gekürt: Gesamtsieger und damit Edelbrenner des Jahres 2006 wurde Georg Hiebl (NÖ), Franz Tinnauer (Stm) holt Silber - Kurt Lagler (B) sichert sich Bronze.

Georg Hiebl - Gold für den jungen, kreativen Niederösterreicher

Niederösterreich kann mit einer ganzen Reihe von hervorragenden
Schnapsproduzenten aufwarten, mit Alleskönnern und Spezialisten, aber
Georg Hiebl aus Stadt Haag vereint das gesamte Spektrum in sich und
das hat ihm heuer den Destillata Gesamtsieg und die Auszeichnung
"Edelbrenner des Jahres 2006 - Gold" eingebracht. Gleich drei seiner
Brände, der Mirabellenbrand, der Hauszwetschkenbrand und der
Muskatkürbisbrand, gingen als Sortensieger hervor und Gold gab es
überdies noch für sechs weitere Produkte.

Seit 1997 arbeitet Georg Hiebl auf einer modernen
Kolonnenbrennanlage am bodenständigen, idyllischen Vierkanthof mitten
im Herzen des Mostviertels. Rasch hat er sich als Spezialist für
regionaltypische Kernobstbrände und charaktervolle Getreide- und
Bierbrände etabliert. Und als er schließlich seiner
Experimentierfreudigkeit und Kreativität freien Lauf ließ, stand
fest, dass es offenbar nur wenig gibt, was Georg Hiebl nicht zu
Schnaps veredeln kann. Rund 70 verschiedene Sorten werden heute
angeboten, vom fein-fruchtigen, sortenreinen Apfelbrand bis zur
wuchtigen Roten Rübe und vom hocharomatischen Muskatkürbis-Destillat
bis zum eleganten, zimtig-würzigen Zwetschken-brand.

Franz Tinnauer - Silber für den "Denker" der Brennerszene

"Die besten Brände entstehen zuerst im Kopf", sagt Franz Tinnauer.
Und wenn er nach intensiver Auseinandersetzung mit dem Rohstoff, mit
den technischen Möglichkeiten und Voraussetzungen und der ganz
konkreten Vorstellung, was ein Spitzenbrand können muss dann zur Tat
schreitet, entstehen die unverwechselbaren, eleganten und
gehaltvollen Destillate für die Franz Tinnauer bekannt ist.

Seine eindrucksvolle Bilanz: Sortensieg in der Zigarrenbrandgruppe
mit dem Zwetschkenbrand Reserve (55 %vol); Sortensieg in der Gruppe
Strong Spirits mit dem Williamsbrand Große Reserve (62 %vol) und ein
Edelbrand des Jahres für den Traminer Tresterbrand sowie weitere 10
(!) Goldmedaillen. Damit ist er der erfolgreichste der steirischen
Teilnehmer und Edelbrenner des Jahres 2006 - Silber.

Kurt Lagler - Bronze für konsequente Qualität

Die Obstbaugemeinde Kukmirn im Südburgenland ist die Heimat von
Kurt Lagler. Tradition und Erfahrung von Generationen sind hier kein
Schlagwort. Schon seit 1853 wird auf dem Hof der Laglers gebrannt.
Heute ist daraus freilich längst ein modernes Brennerei- und
Wellnesshotel geworden. Die hohe Qualität aber wurde trotz der
ansehnlichen Jahresproduktionsmenge von 10.000 - 15.000 Litern
uneingeschränkt beibehalten. Eigenständige, ausdrucksstarke
Destillate sind das Markenzeichen des Brennmeisters, der sich seit
vielen Jahren konsequent im Spitzenfeld der heimischen Brennerelite
behaupten kann.

Drei Edelbrände des Jahres konnte Lagler bei der heurigen
Destillata für sich verbuchen: für seine Spezialität, den Kukmirner
Golden, ein holzfassgelagerter Apfelbrand, der den Juroren das
Punktemaximum von 20 entlockte, für den Himbeerbrand und den
Birnenbrand. Gold gab’s darüber hinaus noch für die fassgelagerte
Wildkirsche und damit wurde Kurt Lagler zum Edelbrenner des Jahres
2006 - Bronze gekürt.

Kreis der Auserwählten Destillerien 2006

Neben den drei Edelbrennern des Jahres wurden neun weitere
Brennereien in den "Kreis der Auserwählten Destillerien 2006"
aufgenommen. Das Kriterium für die Auswahl in diesen Elitekreis sind
mehr als 4,5 Punkte in der Gesamtwertung. Albert Büchele
(Vorarlberg), Waltraud Jöbstl (Steiermark) und Hans Krenn
(Niederösterreich) können sich über diese Auszeichnung ebenso freuen
wie die beiden Salzburger Bartl Enn und Josef Rieger. Und Tirol ist
im Kreis der Besten gleich mit vier Brennern vertreten: Christoph
Kössler, Franz Kostenzer, Robert Oberhofer und die Familie Kuenz von
der Osttiroler Naturbrennerei in Dölsach.

Alle Ergebnisse sind unter www.destillata.at abrufbar.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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