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Destinationen setzen auf eBusiness

23.05.2007

Tourismusmanagement Organisationen versuchen sich dieser Entwicklung mit Hilfe von Online-Plattform anzupassen. Eine Studie zur Online-Plattform www.oberösterreich.at der OÖ. Tourismus Technologie GmbH (TTG) zeigt die Herausforderungen und Trends in diesem Bereich.

Wie alle Unternehmen stehen auch Tourismusmanagement Organisationen vor der Aufgabe, Kunden zu gewinnen und zu binden. Die OÖ. Tourismus Technologie GmbH (TTG) ist die Herausforderung der Kundengewinnung und -bindung systematisch angegangen. Unter Mitwirkung des EC3 - E-Commerce Competence Centers und des market Instituts wurde eine Studie zu den Anforderungen, Potenzialen und Entwicklungsmöglichkeiten der Online-Plattform www.oberoesterreich.at durchgeführt. Die Plattform dient der Region Oberösterreich als Marketingtool. Aus der Studie wurde eine Strategie für die Weiterentwicklung abgeleitet.

Eine vom EC3 - E-Commerce Competence Center durchgeführte Online-Umfrage unter 1.547 Usern ergab, dass sich die Kunden zusätzlich zu den schon derzeit angebotenen Services Leistungen wie beispielsweise Reiseberichte, Empfehlungen und Bewertungen durch vorherige Besucher zu den einzelnen touristischen Angeboten sowie die Möglichkeit zur Erstellung eines individuellen Reiseplans wünschen. Einige der befragten User gaben auch an, großes Interesse an "downloadbarem" Kartenmaterial für Wander- und Radwege zu haben.

Internationale Studien zeigen: Der Kunde sucht, vergleicht und bucht im Web. Er holt sich Wetterinformationen, Routenplanungen, Informationen über die Ziel- und Nachbarregionen und bucht auch gleich die Flüge via Web. Die Anforderungen des Endkonsumenten an eine touristische Online-Plattform steigen. Aus diesem Grund ist verstärkt Augenmerk auf die Kundenintegration, das sogenannte "Involvement", zu richten. Web 2.0-Funktionalitäten wie Diskussionsforen, Reiseberichte und Hotelbewertungen beeinflussen die Kunden maßgeblich in ihrer Entscheidungsfindung. Darüber hinaus fühlen sich Kunden, die selbst auf einer Plattform aktiv werden und
Beiträge schreiben, stärker an diese gebunden und nutzen sie vermehrt.

Die Trendanalyse zeigt weiters dass der wichtigste Stakeholder von Tourismusplattformen weder die Hotels noch die Gemeinden sind, sondern die Endkunden. In Zukunft wird sich der Markt noch stärker in Richtung der Endkunden entwickeln, von einem "customer oriented market" zu einem "customer driven market". Insbesondere auch die Hotels müssen dieser Entwicklung Rechnung tragen und ihr Angebot den Wünschen der Kunden anpassen, indem sie Packages anbieten, die zusätzliche Aktivitäten wie Ausflüge, Transporte, Events etc. umfassen.

Insgesamt bestätigt die Studie, dass Oberösterreich auf einem guten Weg ist. Die EC3- und market-Experten stellen www.oberoesterreich ein gutes Zeugnis aus. Eine strategische Weiterentwicklung der Plattform im Sinne der oben genannten aktuellen Reisetrends wird diese Richtung noch verstärken.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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