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Rot gefärbt sind die Destinationen, die schwach performen.

Destinationsstudie 2016: Viele Gewinner, einige Verlierer

05.10.2016

Mit der 17. Destinationsstudie legt die ÖHV wieder eine wichtige - im aktuellen Fall seitens Kärntens heftig angefeindete - Benchmark für Touristiker vor.

Das letztes Jahr erstmals vorgestellte verfeinerte Analysemodell für die ÖHV-Destinationsstudie ermöglicht auch heuer wieder einen aussagekräftigen Benchmark jenseits der reinen Nächtigungszahlen: Konstanz, nachhaltig gute Arbeit fließt ebenfalls in das Ergebnis mit ein. Gemessen werden: Nächtigungen, Auslastung, Marktanteil, Internationalität und Saisonalität.
Letztes Jahr ging die Schere zwischen Stadt und Land ziemlich deutlich auf. Auch heuer zählt der urbane Raum zu den eindeutigen Siegern: Städtereisen boomen nach wie vor, davon profitieren Wien, Innsbruck und seine Feriendörfer und Salzburg-Stadt, aber auch Graz (und die diesjährigen Rekorde scheinen in der Studie noch gar nicht auf) sowie Klagenfurt. Beide zählen zu den Top-10-Aufsteigern. Die Steigerungen rühren vor allem vom europäischen Ausland und den Fernmärkten her. 
Aber auch der ländliche Raum zieht an: Bodensee Vorarlberg und Ötztal Tourismus belegen als beste nichtstädtische Destinationen die Plätze vier und fünf und verdrängen dabei Linz, letztes Jahr noch eine Top-Destination. Dennoch kann man noch lange nicht von einem Schließen der Schere sprechen. „In den letzten Jahren haben sich viele klassische Feriendestinationen und Hotels breiter aufgestellt, Stichwort Saisonverlängerung, und spannende neue Angebote geschaffen. Dennoch gibt es noch viel Luft nach oben“, sagt Markus Gratzer, Geschäftsführer der ÖHV. Und er weiß auch, warum: Vielerorts könne vorhandenes Innovationspotenzial nicht ausgespielt werden, da die Rahmenbedingungen hinterherhinken. Gerade jetzt, in Zeiten starker Nachfrage, müssten aktiv die Weichen für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der Branche gestellt werden. Und da ist die Politik gefragt.

Genuss & Wellness mäßig

Ein Blick auf die Segmentierung der Destinationen nach Topografie (z. B. Berg, See, Stadt) und Angebotstypen (z. B. Sport, Wellness, Kulinarik) zeigt folgendes Bild: „Abseits der Städte sind vor allem ‚Sport und Berg‘- sowie ‚Sport und Kultur‘-Destinationen die Gewinner der Destinationsstudie 2016“, fasst Klaus Grabler, Geschäftsführer von Manova, der die Studie durchgeführt hat, zusammen. Profiteure der Nächtigungssteigerungen waren vor allem Vier- und Fünf-Sterne-Hotels – mit ihrem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Wenig oder unterdurchschnittliches Wachstum wiesen hingegen Regionen mit Ausrichtung auf „Natur und Genuss“, „Wellness und Kulinarik“ bzw. „Sport und Nachhaltigkeit“ auf. Einzelindikatoren finden sich in Webmark, dem Online-Statistik-Tool von Manova.

 

Kommentar: http://www.gast.at/gast/kritikfaehigkeit-133265

Autor/in:
Thomas Askan Vierich
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