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Die Allianz der Zehn

10.04.2008

Österreichs Tourismuswirtschaft jubelt: Die Hoteliers melden für die Wintersaison Rekordzahlen und die internationale Wettbewerbsposition Österreichs hat sich 2007 auch leicht verbessert.

Schöne Nächtigungszuwächse gab es zuletzt in allen Bundesländern. Diesen Erfolg kann sich auch die „Allianz der Zehn“ auf ihre Fahnen heften

Die „Allianz der Zehn“, die Internationalisierungsbestrebungen der neun Landestourismusorganisationen und Österreich Werbung, ergaben laut WIFO einen Marktanteil von 4,7% bei den Tourismuseinnahmen der internationalen Gäste.
„Marktanteile zeigen uns klar, wie Österreich im Vergleich zu anderen europäischen Tourismusländern abschneidet“, erklärt dazu Dr. Petra Stolba, Geschäftsführerin der Österreich Werbung. „Als Qualitätstourismusland interessieren uns dabei die Ausgaben, die ausländische Gäste tätigen. Daher ist der leichte Ausbau des Marktanteils bei den Tourismuseinnahmen ein positives Zeichen für die Wettbewerbsfähigkeit des Tourismuslandes Österreich!“
Während die Urlaubsdestination Österreich ihren Marktanteil trotz schneeschwachen Winters 2006 gegenüber den europäischen Mitbewerbern damit um 0,1% verbessern konnte, kam es bei den Mitbewerbern Spanien, Frankreich, Italien, Groß­britannien und Deutschland zu Einbußen.
Georg Bliem, Direktor des Steiermark Tourismus und heuriger Sprecher der neun Landestourismusorganisationen, bestätigt die Notwendigkeit des gemeinsamen Engagements der Allianz der Zehn: „Das Ergebnis zeigt: Der Trend zum Qualitätstourismus setzt sich bei unseren Gästen durch. Unsere strategischen Abstimmungen sind auf gutem Weg. Aber nur gemeinsam, Marketing in Kombination mit den richtigen Produkten der Betriebe und den entsprechenden Rahmenbedingungen, können wir auch weiterhin im internationalen Wettbewerb bestehen!“

Gute Winterzahlen
Angesichts der zu erwartenden Abschlusszahlen der Wintersaison freuen sich die heimischen Hoteliers schon jetzt: In den ersten vier Monaten der Wintersaison 2007/08 – also von November 2007 bis Februar 2008 – nächtigten insgesamt 43,53 Mio. Menschen in Österreich. Gegenüber der Vorjahresperiode sind das 7,7 Prozent mehr. Die Zahl der Gäste stieg um 9,6 Prozent auf 10,24 Millionen, geht aus aktuellen Zahlen der Statistik Austria hervor.

Im Semesterferien-Monat Februar alleine wurden 16,85 Mio. Übernachtungen gemeldet. Das entspricht einem Plus von 8,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Zahl der Februar-Gäste stieg um über zehn Prozent auf 3,4 Millionen an.

Die Zuwächse bei Gästen aus dem In- und dem Ausland waren dabei nahezu ident. Überdurchschnittlich stark stieg die Zahl französischer Gäste. Bevorzugte Unterkunft der Gäste waren wie schon in den Jahren davor 5-/4-Sterne-Betriebe, die heuer in den ersten beiden Monaten neuerlich um 7,7 Prozent mehr Nächtigungen verzeichnet haben.
Von November bis Februar nächtigten verglichen mit dem Vorjahreszeitraum insgesamt um 7,8 Prozent mehr ausländische Gäste in Österreich, bei inländischen Gästenächtigungen war ebenfalls ein Plus von 7,2 Prozent zu verzeichnen.

Im Februar ab es Nächtigungszuwächse in allen Bundesländern: Am stärksten fielen sie in Wien (plus 18,6 Prozent), in Niederösterreich (plus 14,4 Prozent), in Vorarlberg (plus 12,5 Prozent) und in der Steiermark (plus 12,4 Prozent) aus. In den übrigen Bundesländern lagen die Ergebnisse zwischen plus 11,0 Prozent im Burgenland und plus 2,5 Prozent in Kärnten. Trotzdem ist man im südlichsten Bundesland zufrieden: „Der Winter 2008 in Kärnten entwickelt sich immer mehr zu einem Rekordwinter. Im Feber 2008 wurden in Kärnten 1,058.566 Übernachtungen gemeldet“, gab Tourismusreferent LH-Stv. Gerhard Dörfler bekannt. „Das ist der höchste Nächtigungsstand im Vergleich aller Febermeldungen der vergangenen Jahrzehnte“, so Dörfler.
Das Burgenland jubelt: „Nach dem Rekordjahr 2007 können wir auch in den ersten Monaten des neuen Jahres ausgezeichnete Zuwächse verbuchen. Das bestätigt die neuen Wege, die wir im Tourismus gehen“, erklärte LH Hans Niessl, Präsident des Burgenland Tourismus.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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