Direkt zum Inhalt

Die Bed & Breakfast-Offensive

05.08.2005

Die Österreich Werbung will die Konkurrenzfähigkeit der 1- und 2-Sterne-Betriebe stärken und arbeitet dazu an einem strategischen Programm mit dem Titel „Bed and Breakfast Austria“.

Anbieter, die klar definierte Kriterien erfüllen und bereits regionale Gütesiegel vorweisen können, haben die Möglichkeit, an der international angelegten, auf den Endkunden zugeschnittenen online-Vermarktungsplattform gleichen Namens teilzunehmen. „Die in ‚Bed and Breakfast Austria‘ zusammengefassten Privatvermieter bilden die Speerspitze bei der flächendeckenden Hebung der Qualität dieses Angebotssegments“, kommentiert Arthur Oberascher. „Ihr Markterfolg wird eine Sogwirkung auf andere Betriebe ausüben“, ist er überzeugt.

Mittelfristig müssen wir Angebot und Vertrieb des 1- und 2-Sterne-Bereichs verbessern. Hier gibt es viele Betriebe mit weniger als 30 Prozent Auslastung. Und das ist wirtschaftlich nicht haltbar“, weiß Fachverbandsobmann Dr. Klaus Ennemoser. Damit befindet er sich ganz auf einer Linie mit dem Programm der Österreich Werbung für dieses Marktsegment. „Bed and Breakfast Austria“ wird als konkrete Marke positioniert und ist durch die Österreich Werbung geschützt. Sie soll dem Gast ein Angebotsspektrum garantieren, das hohe Qualitätskriterien erfüllt.
„Derzeit sind wir dabei, die Markenphilosophie auszuarbeiten“, sagt ÖW-Sprecherin Dr. Christa Lausenhammer. Die Internetseite werde konzipiert. In einer Marktanalyse werde die Nachfrageseite unter die Lupe genommen. Deklariertes Ziel: Mit Ende Oktober soll die Plattform zur neuen Marke online gehen, auf der die Betriebe auch direkt buchbar sein sollen.
Diese Präsenz im Internet ist geradezu unverzichtbar. „Der Umsatz des Onlinereisemarkts wird laut Berechnungen der European Travel Commission von 17 Mrd. im Jahr 2004 auf ein Volumen von 23 Mrd. Euro im Jahr 2006 steigen.

Neues Stimmungsbarometer
Betriebe der gehobenen Kategorien bedienen sich im Regelfall längst dieses Vertriebskanals. Diese Internet-Affinität nutzt auch die ÖHV, die per Internetumfrage eine neuen ÖHV-Inside Nächtigungs- bzw. Stimmungsbarometer ins Leben gerufen hat. Dieser spiegelt die Einschätzung des Nächtigungsergebnisses dieser Sommersaison im Vergleich zum Vorjahr wider. Am obersten Ende der Skala steht eine Nächtigungssteigerung von über 5%, das untere Ende entspricht einem Nächtigungsrückgang von über 5%. Im Bundesschnitt steht es aktuell knapp unter Null. Die Detailergebnisse zeigen, dass sich die Betriebe nicht über einen Kamm scheren lassen: Die Hälfte der Hoteliers, die sich an der Befragung beteiligt hat, rechnet für diese Sommersaison mit einem Rückgang der Nächtigungen. 18% glauben, dass sich im Vergleich zum Vorjahr keine wesentlichen Veränderungen ergeben werden, und knapp ein Drittel erwartet eine Nächtigungssteigerung.
„Auch wenn die Nächtigungen in dieser Sommersaison, wie von unseren Mitgliedern prognostiziert, leicht zurückgehen, ist mit einer Umsatzsteigerung von 1 bis 2% zu rechnen“, erklärt ÖHV-Generalsekretär Thomas Reisenzahn.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
Werbung

Weiterführende Themen

Didi Tunkel ist neue Tourismus-Chef im Burgenland.
Gastronomie
25.02.2021

Mitten in der Pandemie übernahm Didi Tunkel den Posten als Geschäftsführer von Burgenland-Tourismus. Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen. Einige Dinge wurden in Bewegung gesetzt.

Fangnetz: Welche Unterstützungen gibt es? Wir haben alle Hilfen zusammengefasst.
Gastronomie
25.02.2021

Wir haben alle Details zu aktuellen Hilfen und Unterstützungen zusammengefasst. Neu: Steuerstundungen wurden verlängert.

Sonnensegel, vollwertige Gastro-Sonnenschirme sowie die verschiedenen Systeme von Markisen erweitern die Nutzbarkeit der Außenflächen ....
Gastronomie
20.02.2021

Um aus Terrassen und Gastgärten eine möglichst hohe Nutzungsdauer und gute Umsätze zu generieren, müssen die Voraussetzungen stimmen. Wir haben uns die Systeme für Sie angesehen.

Die Lust aufs Aufmachen ist in der Branche riesig.
Tourismus
19.02.2021

Ein Gipfel von Bundeskanzler Kurz mit Gastro und Hotellerie hat gute Absichten als Ergebnis. Es könne bereits im März geöffnet werden, heißt es nun. Das große Aber dabei: DIe Infektionszahlen ...

Tourismus
18.02.2021

Der Wintertourismus macht einen Anteil von elf Prozent des gesamten italienischen Fremdenverkehrs aus. Allein Südtirol rechnet mit fehlenden Einnahmen in der Höhe von 3,2 Milliarden Euro.

Werbung