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In die Berufswelt hineinschnuppern

09.02.2005

Mit der „Schnupperlehre“ haben alle Jugendlichen perfekte Voraussetzungen, um sich ganz individuell beruflich zu orientieren.

Der „Schnupperlehre“ kommt eine besondere Bedeutung beim Übergang von der Schule in die Berufswelt zu. Zum einen bietet die Schnupperlehre den Jugendlichen eine Hilfestellung bei der beruflichen Orientierung. Die erste Kontaktaufnahme unterstützt die Schüler beim Abgleich von persönlicher Berufsvorstellung mit der beruflichen Realität vor Ort. Damit können sie mögliche falsche Berufsvorstellungen korrigieren und selbstkritisch ihre persönlichen Eignungen und Neigungen überprüfen. Zum anderen dient die Schnupperlehre auch den Unternehmen als Unterstützung und Hilfe, geeignete Lehrlinge und zukünftige hochqualifizierte Fachkräfte zu finden.

Welche Formen von „Schnuppern“ gibt es?
Für die Berufsorientierung gab es bisher nur die Möglichkeit der berufspraktischen Tage (bzw. Woche) für Schüler von Hauptschulen und polytechnischen Schulen im 8. und 9. Schuljahr im Rahmen schulbezogener Veranstaltungen. Nun besteht auch für Schüler anderer Schularten, speziell denen der AHS, die Möglichkeit, sich in der 4. Klasse (8. Schulstufe) individuell beruflich im Rahmen einer „Schnupperlehre“ zu orientieren.

Was muss der Unternehmer beachten?
Bei der Durchführung der individuellen Berufsorientierung, wie auch bei der Berufsorientierung im Rahmen von berufspraktischen Tagen und der berufspraktischen Woche, ist vor allem darauf zu achten, dass unter keinen Umständen eine Eingliederung in den Arbeitsprozess stattfindet, da hier im schlimmsten Fall ein Arbeitsverhältnis entstehen und es dadurch zu großen arbeitsrechtlichen und kinder- und jugendschutzrechtlichen Problemen kommen kann. Die Schüler sind bei der Inanspruchnahme der individuellen Berufsorientierung im Rahmen der Schülerunfallversicherung versichert.
Während der individuellen Berufsorientierung müssen die Schüler beaufsichtigt werden. Eine geeignete Aufsichtsperson muss von den Erziehungsberechtigten bzw. jener Einrichtung vorgeschlagen werden, die der Schüler zum Zweck der individuellen Berufsorientierung zu besuchen beabsichtigt.

Das bedeutet nun, dass bei einer individuellen Berufsorientierung eines Jugendlichen in einem Unternehmen die Aufsichtsperson des Schülers, wenn diese kein Lehrer ist, funktionell als Bundesorgan tätig wird. Im Falle eines Unfalles des Schülers bei einer Vernachlässigung der Aufsichtspflicht kommt die Amtshaftung zum Tragen.

Dies dient hier aber konkret zum Schutz der Unternehmer: Wenn der Bund dem Geschädigten aufgrund des Amtshaftungsgesetzes den Schaden ersetzt, so kann er nur dann von den Personen, die als seine Organe gehandelt und die Rechtsverletzung vorsätzlich oder grob fahrlässig verübt oder verursacht haben, Rückersatz begehren.

Informationen: Mag. Maria Aigner, Tel.: (0)5 90900-3411, E-Mail: maria.aigner@wko.at

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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