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Die besten Öle sind zum Würzen da

25.09.2006

Die besten Olivenöle der Welt kommen aus Italien und werden nach der Methode „Veronelli“ erzeugt. Das bedeutet, dass sie sofort nach der Ernte sortenrein und entkernt gepresst werden. Importeur Heinrich Zehetner bat in Wien zur Verkostung

Nachdem sich Autor Luigi Veronelli unsterbliche Verdienste um den italienischen Wein gemacht hatte, widmete er sich in seinen letzten Lebensjahren dem Olivenöl.
Dieses müsse – so wie der Wein auch – die Sorte der Oliven wie auch des jeweiligen Ortes, wo die Olivenbäume wachsen, wiedergeben. Es war ihm bewusst, dass dies ein elitärer Anspruch für die Herstellung der aller besten Öle ist. Gleichzeitig könne man – wie auch seinerzeit beim Wein – eine Qualitätsverbesserung auf breiter Front nur dann erreichen, wenn die Top-Produzenten voranschreiten und zeigen, worauf es bei qualitativen Ölen ankommt.
Ein entscheidender Punkt für die Qualität von Olivenölen ist die Herstellungsmethode. Luigi Veronelli hat genau definiert, wie Öle produziert werden müssen, damit sie unter dem Label „Olio Secondo Veronelli“ vermarktet werden dürfen.
Olivenbaum ist Stammbaum
Jedes Öl wird sortenrein verarbeitet und die Oliven werden vor dem Pressen entkernt. Dies ist übringes keine moderner Spleen, sondern eine Methode, die bereits seit dem Altertum bekannt ist.
Die Oliven werden ausschließlich von Hand geerntet und binnen vier Stunden gepresst. Die schonende Pressung erfolgt unter Luftabschluss, um Oxidation zu vermeiden.
Durch diese streng definierten Produktionsvorschriften, sind „Veronelli-Öle“ nicht nur fein (und besonders gesund), sondern unterscheiden sich auch sehr deutlich im Charakter.
Das interessante bei der Verkostung im Wiener Hotel Rathaus war auch, wie unterschiedlich sich die Öle aus den verschiedenen Regionen darstellten.
Die Öle der Familie Venica (die ihre Weine ja im Friaul produziert) stammen aus Kalabrien. Ein weiteres Öl aus dem Süden hatte Francesco Planeta aus Sizilien mitgebracht. Giuseppe Mazzoccolin vom Weingut Felsina hatte ein feines toskanisches Öl im Gepäck. Das nördlichste Öl kam von Gianfranco Comincioli, dessen Olivenhaine am westlichen Gardaseeufer stehen. Die Verkostung zeigte wieder einmal, wie verschieden man solch edle Olivenöle einsetzen kann. Sie werden jedoch nicht zum Kochen, sondern in erster Linie als Gewürz verwendet, um Gerichten einen letzten „Kick“ zu geben.
Infos: Olio Secondo Veronelli, Heinrich Zehetner, 5310 Mondsee, Tel.: 0 62 32/69 00,
www.oliosecondoveronelli.at

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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