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Die bunte Pflanzenvielfalt

06.05.2005

Zu einem Schanigarten gehören nicht nur ein paar Tische und Sessel. Damit sich der Gast auch wohl fühlt, sollte der Gastgarten begrünt sein. Die Grünpflanzen dienen einerseits als Begrenzung und andererseits auch als Sichtschutz.
von Berndt Querfeld, Cafetier

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einjähriger und mehrjähriger Begrünung. Unter einjährig versteht man alle Sommerblumen, die während der Saison bis zu dreimal neu gepflanzt werden müssen.
Gleich mit Beginn der Schanigartensaison ab März empfehlen sich Frühlingsblumen wie Primel, Gänseblümchen, Ranunkel, Stiefmütterchen aber auch Rollrasen, welche zu Saisonstart blühend eingekauft werden können. Als Pflanzerde kannn ruhig die billigste gewählt werden, auch eine Düngung ist nicht notwendig. Auf die Frühlingsboten kann es auch mal schneien, und Frost halten sie auch aus.
Sommerblumen und Topfpflanzen
Mit Ende April, Anfang Mai werden die Blumenkisten ausgeräumt, mit frischer Erde und dann in bester Qualität befüllt. Hier empfehle ich, nur noch frische Erde zu verwenden, eventuell mit Langzeitdünger die Erde aufdüngen (Osmocote). Gepflanzt werden klassische Sommerblumen wie Pelargonien, Surfinien, Fleissiges Lieschen und einige andere. In schattigen Bereichen können auch Zimmerpflanzen wie Philodendron, Dieffenbachia, Flamingoblume, Ficus, Farne oder kleine Palmen gesetzt werden, die mit ausreichend Wasser – eventuell mit Tröpfchenbewässerung – versorgt werden müssen. Spätestens beim ersten Frost kann man die Bepflanzung nochmals mit blühenden Herbstblumen wie Erika, Chrysanthemen oder einfach mit buntem Reisig und Moos austauschen. Frische Erde ist nicht notwendig.
Mehrjährig sind Kübelpflanzen: Hier unterscheidet der Fachmann zwischen nicht winterharten und winterharten Gehölzen: Nicht winterharte Pflanzen sind Oleander, Palmen, Zitrus oder Oliven im Container, winterharte Gehölze sind Buxbaum, Liguster, Schneeball, Efeuspalier und Kirschlorbeer. Zur Begrünung können aber auch kleine Bäume in Kübeln oder Containern wie Linde, Ahorn, Platane oder Birke verwendet werden. Doch unbedingt beachten: Je größer der Baum, desto mehr Wasser braucht er, eventuell muss man im Sommer zweimal täglich gießen. Von Fruchtgehölzen ist abzuraten. Oftmals wird alles, ungeachtet des Nutzens, von Gästen geerntet …
Wichtig ist bei allen Pflanzen die intensive Pflege. So sollte man neben dem Pflanzaufwand und den Kosten das tägliche Gießen, wöchentliche Düngen, aber auch das Überwinterungsproblem nicht unterschätzen. Gleichzeitig ist der Einsatz von Pflanzenschutz im Gastgarten zu überdenken und schwer durchführbar. Wenn möglich sollte man einen Wasseranschluss zum Garten verlegen. Dies erleichtert die Pflegearbeit enorm. Nicht zu unterschätzen ist auch Vandalismus und Diebstahl. Vom einzelnen Blumenstöckerl bis zu großen Palmen ist schon alles gestohlen oder zerstört worden. Blumen im Gastgarten beeinflussen das Erscheinungsbild sicher, man muss aber den Pflegeaufwand einkalkulieren. Ein verdorrter Strauch neben einem Tisch ist sicher ein negatives Bild. Letztlich braucht man auch Mitarbeiter mit „grünen Daumen“, um den Garten in Schuss zu halten.

Praxistipp
Berndt Querfeld, Cafetier und Gartenbauingenieur:
+ intensive Pflanzenpflege

+ ein Mitarbeiter mit einem grünen Händchen, der die
Pflanzen pflegt

+ blühende Sommerblumen, winterharte und nicht winterharte Kübelpflanzen

+ Wasseranschluss im Garten

+ Vorsorgen für die Überwinterung

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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