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Die DAC-Familie wächst

11.03.2010

Im Burgenland kommen mit dem Jahrgang 2009 die gebietstypischen Weine Eisenberg DAC und Leithaberg DAC auf den Markt. Ab dem 1. September 2010 dürfen regionaltypische Qualitätsweine aus den Bezirken Oberwart, Güssing und Jennersdorf unter der Bezeichnung Eisenberg DAC vermarktet werden.

Andreas Liegenfeld, Werner Falb-Meixner, Dr. Sylvia Prieler und Christian Zechmeister

Damit sollen die vom Terroir geprägten (hier stimmt der Begriff!) Rotweine des Südburgenlands noch stärker hervorgehoben und ihr Bekanntheitsgrad erhöht werden – das ÖGZ WeinJournal berichtete bereits im Dezember. Das neue Mitglied der DAC-Familie glänzt durch seine Eigenständigkeit und Unverwechselbarkeit. Mit nur ca. 150 Hektar zwar klein, aber sehr fein, ist Eisenberg DAC sehr fokussiert und muss ausschließlich aus der Rebsorte Blaufränkisch bereitet werden. Eine Reserve-Kategorie ist für die vielschichtigsten Weine mit großem Lagerpotenzial vorgesehen.

 

Wein vom Berg
Erstmals gibt es am Leithaberg nun sowohl einen regionaltypischen Weiß- als auch einen solchen Rotwein in einem Weinbaugebiet: Leithaberg DAC weiß kann aus den Rebsorten Grüner Veltliner, Weißburgunder, Chardonnay und/oder Neuburger vinifiziert werden. Das bedeutet, dass Leithaberg DAC weiß ein sortenreiner Weißwein wie auch ein Verschnitt aus den genannten Rebsorten sein kann: Damit wird die Priorität der Herkunft deutlich über jene der Rebsorte gestellt. Der rote Lei­thaberg DAC muss aus der Rebsorte Blaufränkisch hergestellt werden, wobei ein bezeichnungsrechtlicher Verschnitt von max. 15 % mit Zweigelt, St. Laurent oder Pinot noir erlaubt ist.

 

Die ersten Leithaberg DAC-Weine werden ebenfalls ab September 2010 erhältlich sein. Weitere DAC-Gebiete (Neusiedler See mit Zweigelt, Gesamt-Burgenland mit Süßwein) werden momentan aktiv diskutiert und entwickelt. Im Anschluss an die Pressekonferenz des Regionalen Komitees Burgenland präsentierten 142 Winzer über 700 Weine des aktuellen Jahrgangs 2009: Das Gesamtbild verspricht einen wirklich großen Jahrgang bei Weiß- wie Rotweinen. Einziger Wermutstropfen ist die geringe Erntemenge, verursacht durch schlechtes Blütewetter und Verrieselung. Kompliment an die burgenländischen Winzer: eine tolle Leistung angesichts der Wetterkapriolen des Vorjahrs.

 

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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