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Die Fehler des Cicero

07.04.2011

Jeder will sie, fast jeder hat sie, doch keiner will sich damit beschäftigen! Die Rede ist von der „Homepage“ im weltweiten Netz.

Vor Kurzem dachte sich Cicero: „Das Wetter ist schön, mach’ einen Ausflug ins Wiener Umland und geh’ schön essen!“ Das Wörtchen „Wintersperre“ hatte er aus seinem Gedächtnis verdrängt – das Wetter war ja schön und nicht wirklich winterlich!

Als moderner Mensch, der immer und überall online ist, reservierte Cicero daher einen Tisch – leider übersah er auf seinem Monitor den 2 mm großen Schriftzug „geschlossen“ (Fehler 1). In seinem naiven Vertrauen auf die Segnungen der Technik wartete Cicero sogleich auf ein automatisch generiertes Antwort-Mail (Fehler2). Na gut! Doch nicht so modern strukturiert die Website, dann wird wohl die Reservierungsbestätigung einen Tag später kommen.
Zwei Tage danach hatte das Postfach immer noch nicht geklingelt und so versuchte Cicero telefonisch sein Glück. Die Stimme des Anrufbeantworters rief ihm auch prompt die verdrängte „Wintersperre“ wieder ins Gedächtnis ...

Liebe Wirtsleut’, zugegeben, Cicero ist manchmal ein „schlamperter Hund“, wie es so schön heißt, und hat den kleinen Hinweis „Wintersperre“ auf der Homepage einfach übersehen. Allerdings, wer Reservierungen auf ­seiner Website anbietet, sollte diese auch bearbeiten und beantworten. Und ein ­automatisches Antwort-Mail kann heute jeder 12-Jährige programmieren und wäre ein nettes Service gegenüber Gästen, die die Homepage vor der Reservierung nicht genau studieren oder sogar (weil sie den Betrieb und dessen Mail-Adresse eben gut kennen) einfach so per Mail reservieren wollen.

Falls Sie sich betroffen fühlen, schreiben Sie uns: gast@wirtschaftsverlag.at (Fax: 01/546 64-360)

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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