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Die Geheimnisse teuren Kaffees

25.06.2010

Arabica, eine der teuersten Kaffeespezialitäten, wird in Gourmetröstereien veredelt

Kopi Luwak (Indonesien): voller Körper, volles Aroma, milder Schokogeschmack, leicht erdige Note

Spezialitäten-Kaffees sind echte Raritäten. Sie überzeugen mit exzellenter Qualität und charakteristischem Geschmack. Ihr Anteil an der weltweiten Kaffeeproduktion beträgt nur zwischen 5 und 10 Prozent.

Alle Spezialitäten-Kaffees haben ganz wesentliche Gemeinsamkeiten: Von der Plantagenpflege über die Ernte bis zu Lagerung und Transport wird, der Kaffee in jeder Produktionsphase mit höchster Sorgfalt behandelt. Es werden nur reife Kaffeekirschen gepflückt. Selbstverständlich händisch. Sie alle werden nass aufbereitet, sorgfältig klassifiziert und mit ebenso großer Aufmerksamkeit sortiert. Die Bohnen sind von der Optik her sehr gut, gleichmäßig und weisen keine Fehler auf. Ihre Qualität ist möglichst konstant, und klimabedingte Einflüsse führen - wenn überhaupt - nur zu minimalen Abweichungen.

Kaffeespezialitäten röstet man eher hell bis mittel. Bei einer zu dunklen Röstung und zunehmender Röstdauer gehen alle wertvollen Bestandteile, wie edle Säure und schöne Fülle des erstklassigen Kaffees verloren. Gourmetröstereien, von denen es in Österreich nur sehr wenige gibt, haben sich auf die richtige Röstung von Kaffee-Raritäten spezialisiert, haben diese aber nicht immer im Angebot", fasst Österreichs Top-Barista und Diplom-Chef-Sommelier Goran Huber einige wesentliche Details zum Thema Kaffee-Spezialitäten zusammen.

Anhand von fünf bedeutenden Kaffee-Raritäten verrät Goran Huber noch ein paar spezifische Besonderheiten und verleiht Einblick in die großen Geheimnisse der teuersten Kaffees der Welt.

 

Kopi Luwak (Indonesien)

Er ist der wertvollste Kaffee weltweit. Geschätzte 230 Kilogramm sind pro Jahr verfügbar. Etwa 1.000,- Euro und mehr kostet ein Kilo Kopi Luwak, vielfach besser bekannt als „Katzenkaffee". Katzen, genauer eine besondere Art von Schleichkatzen, sind für seine „Produktion" unverzichtbar. Die Katzen fressen die reifen Kaffeekirschen vom Baum, können die Bohnen aber nicht verdauen; im Magen der Tiere kommt es zur Fermentation, wobei den Kaffeebohnen diverse Bitterstoffe entzogen werden. Die Bohnen werden ausgeschieden, von Bauern gesammelt, gewaschen, getrocknet und verkauft.

Von einem Kauf von Katzenkaffee via Internet rät Goran Huber dringend ab: „Kein Kaffeeliebhaber oder Laie kann erkennen, ob es sich wirklich um reinen Katzenkaffee handelt oder ob dieser mit anderem gestreckt wurde." Sicher gehen kann man grundsätzlich nur beim Kauf von Rohkaffee.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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