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Nach einer Phase der Zurückhaltung stiegen in der zweiten Jahreshäflte 2013 die Investitionen im Tourismus wieder an.

Die Investitionsbereitschaft wächst wieder

09.01.2014

Wien. Die Tourismuswirtschaft hat lange Zeit die Investitionstätigkeit auf sehr hohem Niveau gehalten. Nach einem Jahr der Zurückhaltung bei den Investitionen stieg ab der zweiten Jahreshälfte 2013 laut Tourismusbank die Bautätigkeit spürbar an. Die kurze Flaute ist somit überwunden.

In den letzten Jahren hat die Tourismus- und Freizeitwirtschaft dank der guten Branchenkonjunktur und niedriger Zinsen ein Investitionstempo an den Tag gelegt, das deutlich über dem der Gesamtwirtschaft lag. In der zweiten Jahreshälfte 2012 hat man allerdings eine kurze Verschnaufpause eingelegt, die bis Mitte 2013 gedauert hat. Seit Mitte 2013 ist allerdings wieder deutlich mehr an Investitionsbereitschaft festzustellen. Der Zuwachs an Kreditansuchen bei ÖHT hat fast 50 % gegenüber der Vergleichsperiode aus dem Vorjahr ausgemacht und damit geht die Tourismuswirtschaft nach einer guten Sommersaison offenbar wieder mit Optimismus in die Zukunft. „Durch die Zurückhaltung bei den Investitionen verbessert sich die Bonität der Unternehmen zusätzlich unterstützt durch niedrige Zinsen. Doch das operative wirtschaftliche Ergebnis kommt mehr und mehr unter Druck.“, so der Geschäftsführer der ÖHT, Dr. Franz Hartl.

Betriebsgrößenoptimierung an erster Stelle
Während vor zehn Jahren vor allem in Wellnessanlagen investiert wurde, steht heuer wieder die Betriebsgrößenoptimierung ganz oben auf der Investitionshitliste der Hotellerie. Denn um im harten Konkurrenzkampf bestehen zu können, werden international vermarktbare Betriebsgrößen angestrebt. Das Mehr an Kapazitäten führt dann auch unmittelbar zu Mehreinnahmen und vorhandene Zusatzeinrichtungen - wie Seminarräume, Wellness- und Beautyanlagen – erreichen eine bessere Auslastung. An zweiter Stelle folgt die Qualitätsverbesserung. Der harte Wettbewerbsdruck aber auch der immer kürzer werdende Lebenszyklus touristischer Produkte zwingt die Branche wesentlich öfter zu Erneuerungsinvestitionen und fordert Innovationen. Weiterhin und schon seit mehreren Jahren rückläufig ist der Wellnesstrend, da in den vergangenen Jahren bereits umfangreiche Einrichtungen verwirklicht wurden. Mehr als 60 Prozent der Investitionen kommen aus Unternehmen, die ein Ganzjahreskonzept verfolgen. Rund 36 Prozent der Investitionen des heurigen Jahres wurden in Wintersaisongebieten getätigt.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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