Direkt zum Inhalt

Die „neuen“ Alten – die kommende ­Zielgruppe?

14.11.2019

Der Global Wellness Summit 2019 (GWS) präsentierte neue Rekordzahlen im Wellness-­Tourismus. Die Veranstaltung in Singapur bestätigt mit neuen Wachstumszahlen: Wellness ist weiter im Aufwind, und das weltweit.

Die gesamte Wellnessbranche legte gegenüber dem Vorjahr 2017 ($ 4,2 Billionen) nochmals um 300 Millionen auf 4,5 Billionen US-Dollar zu. Der Zuwachs kommt vor allem aus dem Segment „Physical Activity“, dem die neue Studie „Move to be well“ des Global Wellness Institute (GWI) besondere Aufmerksamkeit widmet. Katherine Johnston, Marktforscherin beim GWI, weist darauf hin, dass es dabei nicht nur um organisierte Fitness in Studios geht, sondern um alles, was mit Bewegung und Training zu tun hat. 

Wirklich neue Trends gab es nicht auf dem GWS 2019 – aber eine neue Zielgruppe. Susie Ellis, Initiatorin des Events, prognostiziert einen völlig neuen Umgang mit dem Altern. Das kann man lernen, z. B.
auf dem Campus der „Modern Elder Academy“ von Chip Conley. Altersdurchschnitt der Gäste – 54: „Come to Baja California Sur, Mexico, to reset, restore and repurpose your life.“ 
Da fühlen wir uns zurückversetzt in die Anfänge der Wellness-Hotellerie in Österreich vor 30 Jahren. Damals waren die 50-plus-Gäste die Zielgruppe. In den letzten Jahren wurde hingegen begehrlich auf die Jungen der Generation Y geschielt und darüber diskutiert, wie die Hotels auf deren veränderte Anforderungen und Lebensstile reagieren könnte. Beim Global Wellness Summit stand David Harry Stewart auf der Bühne, der mit einem „Ageing Well“-Markt großartige Umsätze durch eine Klientel mit hoher Kaufkraft verspricht. Das neue Altwerden sei „cool“, so Stewart, und man zeige das nach außen, z. B. mit perfekt gestylten grauen Haaren. 

Großes Potenzial

Das Potenzial ist groß: Die Bevölkerung 50+ wird sich bis 2050 nahezu verdoppeln. Wenn Produkte und Dienstleistungen für ältere Menschen schon heute ein Marktvolumen von 15 Billionen Dollar haben, liegen hier enorme Wachstums-
chancen für den Wellness-Markt. Aber aufgepasst: Wer hier Erfolg haben will, muss aus Sicht des internationalen Experten begreifen, dass sich die 50-plus-Generation in den letzten drei Jahrzehnten komplett verändert hat. Sie sind erfahrene und anspruchsvolle Konsumenten, die genau wissen, was sie wollen, und keine Patienten. Sie sind mobil und mit neuen Technologien vertraut. Die Diktion der Zukunft lautet, ein neues Leben aufzubauen, statt alt zu werden.

Werbung

Weiterführende Themen

Gruppenbild mit Schülern in der Berufsschule für Gastgewerbe in der Wiener Längenfeldgasse. Stehend (v. l.): Ludwig Mühlhofer (Stieglbrauerei), Christoph Scheriau (Raschhofer),  Robert Raidl (Berufsschule Längenfeldgasse), Reinhard Bayer (Stift Schlägl). Sitzend (v. l.): Heinz Wasner (Brauerei Zwettl), Andreas Urban (Schwechater Brauerei, Juryvorsitzender), Nicole Wassermann (Bräu am Berg), Michael Göpfart (Brauerei Murau).
Gastronomie
05.12.2019

Der diesjährige ÖGZ-Biercup stand im Zeichen des Gastro-Lieblings „Bockbier“. Auch heuer wieder saßen Braumeister in der Jury und kosteten sich durch die eingesandten Proben.

Tourismus
04.12.2019

Jedes Jahr vergibt das Bundesministerium für Nachhaltigkeit undf Tourismus gemeinsam mit mit der Hotel- und Tourismusbank und der Österreich Werbung eine Million an Anschubfinanzierungen für ...

Hotellerie
04.12.2019

In Salzburg werden Anbieter von Privatzimmern auf Airbnb und Co künftig verpflichtet, sich zu registrieren. Das neue Nächtigungsabgabegesetz soll Chancengleichheit mit gewerblichen Betrieben ...

Das Shisha-Rauchen in Lokalen bleibt in Österreich weiter untersagt.
Gastronomie
04.12.2019

Das seit1. November geltende allgemeine Rauchverbot in der Gastronomie gilt auch für Shisha-Bars. Das stellte der Verfassungsgerichtshof fest. Die ÖGZ hat mit dem Branchenobmann der Shisha-Bars ...

Restaurantleiter Daniel Gross ist am Millstätter See heimisch geworden.
Gastronomie
04.12.2019

Wenn ein Hotelier im Nachbarort die Wirtshauskultur wiederbelebt, freut das nicht nur die Touristen am Millstätter See, sondern auch die Einheimischen. Wenn man sich um sie bemüht.

Werbung