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Die optimale Rechtsform für einen Hotelbetrieb

17.05.2005

Mit der Steuerreform 2005 sind – durch die Reduktion der Körperschaftssteuer – Gesellschaftsformen wie GesmbH und AG für die Hotellerie deutlich attraktiver geworden. Die Frage nach der besten Unternehmensrechtsform spielt auch bei einer Betriebsübergabe eine zentrale Rolle. Ein ÖHV-Praktikerseminar der ÖHV Touristik Service GmbH unter der Leitung des Tourismusberaters Hanns-Werner Schmoll am 1. Juni 2005 beleuchtet die Kriterien rund um die Auswahl der optimalen Rechtsform für einen Hotelbetrieb.

„Für Hoteliers, die ihre Geschäfte bisher als Einzelunternehmen oder als Personengesellschaft wie KEG oder OEG geführt haben, kann sich – angesichts der Neuregelungen durch die Steuerreform 2005 - eine Umgründung als durchaus lukrativ erweisen“, sagt Thomas Reisenzahn, Geschäftsführer der ÖHV Touristik Service GmbH, der 100prozentigen Tochtergesellschaft der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). Durch die Reduktion der Körperschaftsteuer von 34 auf 25 Prozent wurden die Gesellschaftsformen GesmbH und AG deutlich attraktiver.
Bei einem ÖHV-Praktikerseminar am 1. Juni 2005 in Anif bei Salzburg werden hochkarätige Referenten – Steuerberater, Rechtsanwälte, Banker – den Hoteliers die Frage nach der optimalen Unternehmensrechtsform für ihren Betrieb, auch im Hinblick auf die Betriebsübergabe, beantworten.

Damit die Betriebsübergabe gelingt
Nach der Vorstellung der unterschiedlichen Unternehmensrechtsformen und einer detaillierten Analyse wird die rechtliche Situation und die Sicht der Banken beleuchtet. Vor dem Hintergrund von Basel II und der angespannten Finanzlage der Banken muss auch die Hotellerie in neuen finanz- und steuertechnischen Dimensionen denken. „Eine Trennung zwischen Wert der Hotelimmobilie und der Hotelbetriebsgesellschaft, also zwischen Besitz und Betrieb, wäre oft empfehlenswert“, sagt Reisenzahn.

Steuerrechtliche Aspekte spielen eine maßgebliche Rolle bei einer gelungenen Betriebsübergabe. Beim ÖHV-Praktikerseminar werden daher Kapital- und Personengesellschaft im Steuerbelastungsvergleich einander gegenüber gestellt bzw. steueroptimale Umgründungen von Gesellschaftsformen dargestellt. Sofern ein Betrieb nicht mehr weitergeführt, sondern aufgegeben wird, können Gebäudebegünstigungen geltend gemacht werden.

Das Unternehmen rund-erneuern
Die USP dieses ÖHV-Praktikerseminars ist das Know-how, das die Referenten aufgrund ihrer langjährigen fachspezifischen Erfahrung, ihrer erstklassigen Kontakte innerhalb der Bankenwelt und ihrer Erfahrungen in und mit der Hotellerie weitergeben werden. Unter der Leitung von Hanns-Werner Schmoll (Tourismusberater) referieren Reinhard Mücke (Generaldirektor der Österreichischen Tourismusbank ÖHT), Felix Prändl (ÖHV-Vertrauensanwalt) und David Gloser von Ecovis Austria Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft.
„Anhand von Fallbeispielen bekommen die Unternehmer leicht verständliche und praxisorientierte Anleitungen sowie Tipps zur Neuausrichtung des Unternehmens mit nach Hause“, sagt der ÖHV-Generalsekretär. Die Praxisorientierung dieses Seminar wird noch durch den Erfahrungsbericht des Hoteliers Hubert Schwärzler (Schwärzler Hotel AG) unterstrichen, der seine Gesellschaftsform erstmals 1992 umstrukturierte und nun auch die gesellschaftsrechtlichen Vorteile der Steuerreform 2005 nutzt.

Informationen: Das ÖHV-Praktikerseminar findet am 1. Juni 2005 im Hotel Friesacher in Anif bei Salzburg statt. Kosten: 300,00 Euro (+ 20 % USt.), Sonderkonditionen für ÖHV-Mitglieder; inklusive Mittagessen und Pausenverpflegung, Erfrischungsgetränke, Seminarunterlagen. Informationen / Anmeldung: DI Barbara Diallo-Strobl, Telefon: 01/ 533 09 52-13, Email: [email protected].

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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