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Reisen im Privatjet oder doch im Luxus-Zug? Am Virtuoso-Symposium wird die Zukunft der Luxus-Branche behandelt.

Die Reichen tagen in Wien

28.10.2021

Wien fuhr mit der nicht unumstrittenen Fokussierung auf Luxusgäste bislang gut. Auf Initiative von Wien Tourismus und der ÖW tagt das Virtuoso-Netzwerk in Wien. Dabei werden Trends bei den Luxusreisen diskutiert.

Norbert Kettner, Geschäftsführer WienTourismus und Lisa Weddig, ÖW begrüßten die Luxus-Travel-Anbieter (im Bild rechts: Virtuoso-Gründer Matthew D. Upchurch) in Wien.

Sie sind die Gäste, die jede Destination will: Jene, die viel ausgeben. „Value over Volume“, lautet ein Grundsatz des Tourismus in Zeiten der Klimakrise. Obwohl der Trend zu mehr Natur speziell im Luxussegment spürbar ist, gelten diese zwar nicht unbedingt als klimaschonend. Aber weniger Ankünfte bei mehr Umsatz pro Gast verbessern so dennoch die Klimabilanz einer Destination.   

Sechsmal so viel Umsatz

Weltweit liegt der Anteil der Luxusreisenden bei 7 Prozent, allerdings erzeugen sie 20 Prozent  des weltweiten Reiseumsatzes. Statistisch gesehen gibt ein Luxusgast also sechsmal so viel aus wie ein durchschnittlicher Gast. Die Tatsache, dass Städtetrips mit rund 29 Prozent aller Luxusreisen proportional gesehen am beliebtesten sind, bringt bekanntlich schon länger Wien auf den Plan, mit Werbekampagnen und Kooperationen in dieser exklusiven Zielgruppe zu punkten. Als Wien Tourismus 2017 den „Luxury Cercle“, eine Plattform für Wiener Luxusanbieter, gründete, gab es noch Kritik man präsentiere sich zu abgehoben. Im Vergleich zu anderen Städten, die mit Overtourism kämpfen, scheint man im sozialdemokratisch geprägten Wien mit der Fokussierung auf die reichen Gäste aber auf das richtige Pferd gesetzt zu haben – ganz nach dem Motto „Mass follows Class“.

Wichtigster Herkunftsmarkt dabei sind die USA. 2019 kamen noch knapp 860.000 Ankünfte und 2 Millionen Nächtigungen aus den Staaten. 70 Prozent der Ankünfte entfallen traditionell auf die Sommersaison, also die Monate Mai bis Oktober. Mit durchschnittlichen Tagesausgaben von 399 Euro sind US-Gäste besonders ausgabenfreudig. Wobei rund jede zweite Nächtigung in Wien stattfindet.

Diskussion über Trends

Was passiert nun am Virtuoso-Symposium? In diesen Tagen treffen sich Entscheidungsträger aus dem Bereich der Luxus- und Erlebnisreisen sowie Top-Führungskräfte aus den Partner-Netzwerken von Virtuoso.  Am Programm stehen neben Arbeitstreffen auch Networking-Events und Diskussionsrunden über Branchentrends, Herausforderungen und Chancen. Während der gesamten Veranstaltung steht die Gastgeberdestination und Luxusangebot im Mittelpunkt. Wien ist neben Hongkong und Kapstadt eine der wenigen Städte, die dieses Treffen bereits zweimal ausrichtet.

 

ÖW Chefin Lisa Weddigüber die Kooperation mit Virtuoso, by d.nutz
Autor/in:
Daniel Nutz
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