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Die Stimmung ist gut!

15.01.2010

Die Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der WKO ließ in einer aktuellen Befragung durch das market Meinungsforschungsinstitut die Stimmungslage bei den Tourismusbetrieben erheben

Die Stimmung ist gut!
Durchaus positiv beurteilen die österreichischen Tourismus- und Freizeitbetriebe die vergangene Sommersaison 2009: Insgesamt mehr als zwei Drittel der Unternehmen zeigen sich rückblickend zufrieden; tendenziell höher ist die Begeisterung dabei vor allem bei größeren Betrieben.
Weiters konnten die von den Tourismusbetrieben gesteckten Ziele größtenteils erreicht werden lediglich bei einem von drei Betrieben der Sparte war dies nicht der Fall. Ausgeglichen präsentiert sich das Bild hingegen in puncto Umsatzentwicklung: Beim Vergleich der vergangenen Sommersaison mit jener des Jahres 2008 geben jeweils knapp 30 Prozent an, dass der Umsatz gestiegen bzw. gesunken sei hier halten sich die Anteile die Waage. Tendenziell rückläufig ist die Ertragsentwicklung während der Anteil der Betriebe, die über Ertragszuwächse im Vergleich zur letzten Sommersaison berichten, weiterhin rückläufig ist, präsentiert sich der Anteil der Unternehmen mit Ertragsrückgängen auf konstant hohem Niveau.
(Vor-)Freude wegen Wintersaison
Optimismus ist in Bezug auf die Wintersaison 2009/2010 spürbar: Knapp zwei Drittel der Tourismusbetriebe sehen der Saison mit Zuversicht entgegen, etwa ein Drittel ist skeptisch. Im Trendverlauf ist somit ein leichter Rückgang hinsichtlich der Zuversicht der Betriebe erkennbar. Dies spiegelt sich auch in den Umsatzerwartungen wider: Während 13 Prozent von einem steigenden Umsatz im Vergleich zum letzten Winter ausgehen, ist der Anteil derjenigen, die mit Umsatzeinbußen rechnen, mit 25 Prozent beinahe doppelt so groß.
Vergleicht man dieses Ergebnis mit den erwarteten Steigerungen bzw. befürchteten Rückgängen, so ist von einem Umsatzminus von etwa 1,1 Prozent auszugehen. (Anmerkung: Dies bezieht sich nur auf Ausgaben, die in der Hotellerie und Gastronomie getätigt werden.)
Den bisherigen Verlauf des Winters bewerten 54 Prozent der Hoteliers zumindest eher positiv damit ist ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum Vorjahr spürbar. Unzufrieden zeigen sich dabei vor allem die Betriebe in den Städten, überdurchschnittlich positiv ist das Resümee hingegen im Westen des Landes. Betreffend Nächtigungszahlen müssen derzeit rund ein Drittel der Hoteliers einen Rückgang bei den Nächtigungen im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen, während lediglich jedes zehnte Unternehmen über Zugewinne berichtet.
Hinsichtlich der Buchungslage gibt sich die Hälfte der Hoteliers zufrieden, gleichzeitig ist der Anteil der Unzufriedenen auf 37 Prozent geklettert. Vergleichsweise gering ist die Begeisterung erneut bei den Landeshauptstädtern. Ein Drittel der Hoteliers beurteilt die Buchungslage schlechter als im Vorjahr, nur ein Zehntel behauptet das Gegenteil.
Auswirkungen der Wirtschaftskrise spürbar
Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise bleiben spürbar, betroffen zeigen sich vor allem die Hotellerie-Betriebe sowie die Wiener Unternehmen.
Die Wirtschaftskrise manifestiert sich dabei in einer erhöhten Sparsamkeit der Touristen, zudem ist auch der Trend zu Kurzurlauben weiterhin ungebrochen. Und: Auch die Preissensibilität spielt eine Rolle jeder fünfte Betrieb vermutet, dass die Touristen vermehrt günstigere Quartiere buchen.
Klar ist die Erwartungshaltung der Unternehmerinnen und Unternehmer an die Bundesregierung: Man wünscht sich vor allem eine Senkung der Lohnnebenkosten, eine Vereinfachung der Verwaltung und Maßnahmen zur Unterstützung der Kaufkraft in Österreich. Viel Zustimmung ernten auch die Forderungen nach einem vereinfachten Zugang zu Krediten sowie nach vermehrten Anstrengungen im Klimaschutz.
Fazit
Tendenziell etwas vorsichtiger präsentiert sich die Stimmung der österreichischen Tourismusbetriebe: Obwohl man grundsätzlich mit Optimismus auf die Wintersaison blickt, ist aus heutiger Sicht von einem Umsatzminus von 1,1 Prozent auszugehen die Wirtschaftskrise zeigt auch im Tourismus weiter Wirkung. Von der Bundesregierung erwarten die Betriebe daher vor allem eine Senkung der Lohnnebenkosten, die Umsetzung einer Verwaltungsreform und die Ankurbelung der Kaufkraft in Österreich.


Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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