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Die Tourismuswirtschaft jubelt

29.11.2007

Höchst erfreulich ist die Bilanz der Sommersaison 2007 für Österreichs Tourismus: Von Mai bis Oktober sind 16,7 Mio. Urlauber nach Österreich gereist, um 4,6 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode.

Von Mai bis Oktober sind 16,7 Mio. Urlauber nach Österreich gereist, um 4,6 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode

Die Gäste verbrachten hier insgesamt rund 61 Mio. Nächte und lagen damit im Saisonenvergleich etwas über der Wintersaison 2006/07 (59,4 Mio. Nächtigungen). Erstmals seit drei Jahren gab es zwar wieder leichte Nächtigungszuwächse bei deutschen Gästen (+1,7 Prozent), von einer „Rückkehr der deutschen Sommerfrischler“ kann aber keine Rede sein, zeigen die aktuellen Zahlen der Statistik Austria.
„Hauptursachen für die kräftigen Zuwächse im Sommertourismus sind die gute Konjunkturlage, die hohe Wettbewerbsfähigkeit Österreichs im Bereich von Kurz­urlaubsangeboten sowie die sehr günstige Wetterlage in der Hauptsaison“, sagt Wirtschaftsminister Bartenstein zur aktuellen Tourismusanalyse.

Trendwende geschafft
Mit steigenden Nächtigungszahlen (plus 3,3%), wachsenden Gäste-Ankünften (plus 4,6%), höheren Einnahmen und neuer Rekordbeschäftigung konnte der Sommertourismus im Jahr 2007 quer durch alle Bundesländer eindrucksvoll seine Bedeutung als Wirtschaftsfaktor und Jobmotor für die österreichische Volkswirtschaft unter Beweis stellen.
Besonders erfreulich an der diesjährigen Sommerbilanz ist die Trendumkehr bei den Nächtigungszahlen. Hier wurde nach Rückgängen seit 2003 heuer sichtlich die Trendwende geschafft. „Nach dem Tiefpunkt im Sommer des Vorjahres mit 58,9 Millionen Nächtigungen konnten wir in der diesjährigen Sommersaison mit knapp 61 Millionen Übernachtungen fast das Niveau von 2003 (61,1 Millionen) erreichen“, kommentiert der Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der WKÖ, Johann Schenner, die erfreuliche Sommerbilanz 2007.

Ankünfte gestiegen
Die ausländischen Gästeankünfte sind in der heurigen Sommersaison (Mai bis Oktober) um 3,8 Prozent auf 10,69 Millionen gestiegen, jene der inländischen Gäste um 6 Prozent auf rund 6 Millionen. Die Zahl der Nächtigungen erhöhte sich um 3,3 Prozent auf 60,94 Millionen, wobei sich die Nachfrage inländischer Gäste mit +4,0 Prozent überdurchschnittlich entwickelte. Bei ausländischen Gästen legte die Zahl der Nächtigungen um nur 3 Prozent zu.

The winners are:Vorarlberg und Burgenland
In Bezug auf die regionale Entwicklung der Tourismusumsätze bescherte die Sommersaison 2007 allen Bundesländern Zuwächse.
Besonders erfolgreich schnitten dabei Vorarlberg (+10,1 Prozent) und das Burgenland (+7,0 Prozent) ab.
Das Wachstum in Niederösterreich (+5,4 Prozent), der Steiermark (+5,4 Prozent) und Kärnten (+5,3 Prozent) entsprach in etwa dem Österreich-Wert.
Leicht unterdurchschnittlich fiel die Umsatzentwicklung in Tirol (+4,9 Prozent), Salzburg (+4,2 Prozent) und Wien (+4,1 Prozent) aus, wobei dies für die Bundeshauptstadt in Anbetracht des vorjährigen Rekordniveaus einen beachtlichen Erfolg darstellt. Das geringste Umsatz­plus wurde in Oberösterreich mit +2,0 Prozent erwirtschaftet.

Der Trend zu kürzeren Reisen setzt sich fort
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer erreichte in der heurigen Sommersaison mit 3,7 Tagen einen neuen Tiefstwert. Vor neun Jahren blieben die Gäste noch durchschnittlich 4,3 Tage. „Menschen verreisen öfter im Jahr, bleiben aber kürzer“, sagt der Tourismus-Experte der Statistik Austria Peter Laimer. Der Städte- und Wellness-Tourismus – etwa über ein verlängertes Wochenende – trage dem Rechnung.
Während die Ankünfte in Österreich mit über 16,7 Millionen heuer ein „Allzeithoch“ bedeuten – 1998 waren es noch 14,2 Millionen – sinkt die Dauer der Aufenthalte kontinuierlich. Mit insgesamt 61 Mio. Übernachtungen habe man zwar heuer beinahe das Niveau des Spitzensommers 2003 (rund 61,1 Millionen) erreicht. Die höchste jemals erhobene Nächtigungszahl war aber im Sommer 1980 mit 78,2 Mio. Nächtigungen verbucht worden.

Gute Prognose
Für das Gesamtjahr 2007 rechnen die Experten der Statistik Austria mit einem weiteren Rekordjahr. Von Jänner bis Dezember könnten an die 120 Mio. Nächtigungen erreicht werden, bei mehr als 30 Mio. gezählten Ankünften.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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