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Die Touristikbranche trifft sich in Berlin

08.03.2006

Berlin/Rienesl - Seit heute ist Berlin wieder Europas größte Tourismuszentrale. Die Internationale Tourismus Börse (ITB) öffnete zum 40. Mal ihre Pforten. Über 10.800 touristische Unternehmen aus rund 180 Ländern präsentieren sich und ihre Angebote, über 84.000 Fachbesucher sind hier um freundschaftliche Kontakte zu pflegen und gute Geschäfte zu machen. Und der Rubel rollt tatsächlich: Jährlich werden hier Geschäftsabschlüsse von über fünf Milliarden Euro getätigt. Damit ist die Geschichte der ITB eine echte Erfolgsstory, von der kurioser Weise im Vorfeld nicht alle überzeugt waren. So rieten 1965, also ein Jahr vor der Eröffnung, die Spitzenverbände des deutschen Fremdenverkehrsgewerbes wegen "vollständiger Zwecklosigkeit" von einer "Börse des Tourismus" dringend ab. Gründungsvater Prof. Dr. Manfred Busche ließ sich aber nicht beirren und hob mit neun Austellern aus Ägypten, Brasilien, der Bundesrepublik Deutschland, Guinea und dem Irak die erste ITB Berlin aus der Taufe. Die Ausstellungsfläche betrug damals 580 Quadratmeter.
Mittlerweile hat die Ausstellungsfläche eine Größe von 150.000 Quadratmetern erreicht und die ITB Berlin kann getrost als Spiegel der Tourismusindustrie bezeichnet werden. Trends wie der "sanfte Tourismus" oder später die "Wellnesswelle" wurden von der ITB Berlin aufgegriffen und mitgeprägt. Auch in den nächsten Jahren kann noch mit eine Wachstum gerechnet werden. Immerhin ist Europa nach wie vor der weltweit größte Tourismusmarkt. Und die Tourismusbranche gilt allerorts als wesentlicher Job- und Konjunkturmotor für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum. Laut World Travel und Tourism Council (WTTC) hat der Tourismus ein fantastisches Wachstumspotential. Das WTTC geht davon aus, dass die Reise- und Tourismusindustrie in diesem Jahr 3,6 Prozent des weltweiten Bruttosozialproduktes ausmachen wird, unter Einbeziehung der tourismusnahen Branchen sollte der Anteil sogar 10,3 Prozent betragen.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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