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Die Umsetzung funktioniert

19.08.2010

Die erste Phase nach Inkrafttreten des Tabak­gesetzes am 1. Juli 2010 ist positiv verlaufen

Josef Bitzinger, Augustinerkeller, Wien

 Die Wiener Unternehmen waren auf dieses Datum gut vorbereitet. Um den neuen Anforderungen zu entsprechen, wurde – oft mit beträchtlichem finanziellem Aufwand – umgebaut, um sowohl Nichtrauchern als auch Rauchern optimale Umgebungsbedingungen bieten zu können.

In Wien standen rund 2.120 Einraumbetriebe – mit mehr als 50 m² – vor der Entscheidung, entweder ein reiner Nichtraucherbetrieb zu werden oder umzubauen. Immerhin fällt jeder dritte Gastronomiebetrieb in Wien in diese Kategorie. Einfacher umzusetzen war die Aufteilung in Raucher- und Nichtraucherbereiche in Mehrraumbetrieben. Während in Gesamtösterreich rund 65 % aller Betriebe über mehrere Räume verfügen, findet man in Wien aufgrund der anderen Lokalstruktur hochgerechnet 2.880 Mehrraumbetriebe.

Das entspricht nur 42 % aller Gastronomiebetriebe Wiens. Rund ein Viertel der Wiener Betriebe konnte als Einraumbetrieb mit weniger als 50 m² zwischen den Varianten reiner Raucher- oder Nichtraucherbetrieb frei wählen. Mehr als 80 % dieser Betriebe haben sich in Wien laut einer großflächigen Umfrage für die Variante „reines Raucherlokal“ entschieden.

Seit Anfang Juli sind in Wien rund 170 Anzeigen bei den Magistratischen Bezirksämtern eingelangt. Die meisten davon betreffen Lokale in der inneren Stadt sowie in den Bezirken Mariahilf, Neubau sowie in der Josefstadt. In diesen Bezirken ist die Lokaldichte auch besonders hoch.

„Die erfreulich geringe Zahl der Anzeigen in Wien zeigt, dass die Gastronomen die Umsetzung des Tabakgesetzes ernst nehmen, richtig kennzeichnen und bemüht sind, den Wünschen ihrer Gäste bestmöglich nachzukommen“, zeigt sich der Wiener Spartenobmann Josef Bitzinger zufrieden.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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