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Die USA trinkt gerne A

27.11.2003

Neun der bekanntesten Winzer Österreichs haben sich auf Initiative ihres USA-Importeurs VinDivino auf eine intensive und erfolgreiche Präsentationstour begeben. Das Echo war gewaltig.

Österreichs Weine (und die dazugehörigen Winzer) haben in den USA inzwischen Star-Status, was sich nicht zuletzt in zahlreichen überschwänglichen Artikeln in renommierten Zeitungen und Zeitschriften (u. a. The Wine Spectator) niederschlägt.
Der bekannte Weinhändler und Importeur Seth Allen mit seinem Unternehmen VinDivino organisierte eine Tournee, die neun der bekanntesten Winzer Österreichs (Fritz Wieninger, Alois Kracher, Gernot Heinrich, Toni Bodenstein, Franz Hirtzberger jr., Emmerich Knoll jr., Manfred Tement, Alois Gross und Fred Loimer) binnen vier Tagen in die vier Metropolen San Francisco, Los Angeles, Chicago und New York führte.
„Wir fühlten uns ein bisschen wie Stars und ein bisschen wie auf Schikurs“, beschreibt Emmerich Knoll jr. die Eindrücke dieser Präsentationstour. Weil jedoch jeder der neun Winzer mittlerweile zumindest zehn Prozent seines Umsatzes in den USA macht, nahmen sie die Strapazen gerne auf sich.
Vier Städte in vier Tagen
Im Bacar’ in San Francisco, in Wolfgang Pucks Spago in Los Angeles, in der French Laundry in Chicago und im Wallsé in New York bewunderten – je nach Größe des Lokals – zwischen hundert und zweihundert handverlesene Gäste die „Super-Austrians“. Noch vor wenigen Jahren gab es jenseits des großen Teichs sehr wenige Weinfreaks, die mit dem kleinen Österreich etwas anzufangen wussten. Heute ist der Grüne Veltliner (GruVe) die angesagteste Weißweinsorte in Amerikas Szene- und Nobelrestaurants, die Prädikatsweine (nicht nur) von Kracher sowieso in aller Munde und auch unsere Top-Rotweine aus dem Burgenland werden inzwischen als „Super-Austrians“ (Wine Spectator) bezeichnet.
Die eigenen Weine, vor allem aus Kalifornien, treffen mit ihrer üppigen, breiten Art nicht mehr ganz den Zeitgeschmack. Dazu Fritz Wieninger: „Die Amis lieben schon Power. G’standene Weine für g’standene Leute halt. Trotzdem werden vermehrt Vielschichtigkeit und Geschmacksnuancen gesucht.“
Wodurch sich Österreichs Weiß- wie Rotweine besonders auszeichnen ist ihre „Foodfriendliness“. Im Gegensatz zu mancher Chardonnay-Holzbombe aus der neuen Welt, sind Weine aus Österreich als Speisebegleiter gefragter denn je. Doch das wissen unsere Gastronomen, ob in Österreich oder in Los Angeles, schon lange.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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