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Die Weinwelt traf sich in Bordeaux

04.07.2005

Die weltgrößte Weinmessse Vinexpo in Bordeaux ging von 19. bis 22. Juni über die Bühne. Auch Österreichs Winzer zeigten Flagge.

Die 13. Auflage der alle zwei Jahre stattfindenden Vinexpo brachte mit 43.600 Besuchern einen neuerlichen Besucher-Rekord. Auch wenn französische Besucher und Aussteller natürlich in der Überzahl waren, unterstreicht ein 32%iger Anteil von ausländischen Besuchern die große Internationalität dieser Messe.

Es ist aber weniger die Anzahl der Besucher, sondern deren Güte, die für eine Präsenz auf der Vinexpo sprechen. „Natürlich freue ich mich, wenn vielen Besuchern meine Weine schmecken. Der Grund für meine Teilnahme liegt aber darin, dass ich hier ein Dutzend wichtiger Leute treffen kann, die den Weg ins Burgenland nur selten finden“, erklärt Willi Opitz aus Illmitz stellvertretend für viele seiner Kollegen.

Auch Willi Klinger, der seit Jahren für den italienischen Starwinzer Angelo Gaja tätig ist, sieht neben der Imagepflege handfeste Vertriebsgründe für eine Präsenz auf der Vinexpo: „Auf den klassischen Märkten in Europa und USA haben wir Vertriebspartnerschaften, die seit vielen Jahren hervorragend funktionieren. Hier auf der Vinexpo kann man jedoch hervorragende Kontakte zu neueren Märkten wie Russland, China, Indien, Taiwan aber auch Tadschikistan knüpfen.“

Aus österreichischer Sicht gab es jedoch nicht nur Jubelmeldungen. Zwar war die von der ÖWM organisierte Presseverkostung am ersten Tag sehr stark besucht, über die Lage des österreichischen Gemeinschaftsstandes in Halle 3 war ÖWM-Chef Michael Thurner aber nicht restlos glücklich: „Wir brauchen für die nächste Messe ein besseres Lobbying durch die Außenhandelsstelle der WKO. Um neuen Kunden unsere Weine zu präsentieren, wäre eine Präsenz in der Haupthalle sicher besser gewesen.“

Trotz des abermals gestiegenen Publikumsinteresses sieht Thurner gewisse Probleme bei der Entwicklung der Aussteller. „Die Vinexpo ist zwar nach wie vor international. Dass fast alle namhaften Produzenten aus Spanien und Italien heuer gefehlt haben, ist aber eine problematische Entwicklung. Bordeaux wird als internationaler Marktplatz nur dann langfristig bestehen können, wenn wirklich alle wichtigen Nationen vertreten sind. Durch die Vinexpo-Ableger in Asien untergräbt diese Messe die einzigartige Position, die sie in der Vergangenheit innehatte“, so Thurner.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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