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Die Zukunft gehört den Frauen

20.05.2005

Zum zweiten Mal wurde der Tourismus-Forschungspreis verliehen, bei dem in diesem Jahr das weibliche Geschlecht die Nase vorne hatte – sechs von sieben Preisträgern waren Frauen.

Der von der Österreichischen Gesellschaft für Angewandte Forschung in der Freizeit- und Tourismuswirtschaft (ÖGAF) und den Fachhochschulstudiengängen für Tourismus-Management MODUL aus der Taufe gehobene Tourismus-Forschungspreis wurde heuer zum zweiten Mal vergeben. Der Wettbewerb soll die Qualität der Abschluss- und Diplomarbeiten steigern und die Relevanz der Forschung für die Praxis herausstreichen. Die Ehrung der Preisträger erfolgte am 21. April 2005 im Wiener Modul.

Expertenjury entschied
Die Teilnehmer der drei Kategorien – „Touristische Diplomarbeiten an Universitäten, Fachhochschulen bzw. an Fachhochschulstudiengängen“, „Fachspezifische Themenstellungen an Höheren Lehranstalten und Kollegs für Tourismus“ und erstmals „Abschlussarbeiten an Universitäts-Lehrgängen für Tourismus“ – wurden in den letzten Monaten mittels Vorwahl ermittelt und präsentierten dann ihre Arbeiten vor einer Expertenjury.
Das Ergebnis des diesjährigen Forschungspreises bestätigt die Überzeugung des renommierten Tourismus-Wissenschafters Jafa Jafari, dass die Zukunft des Tourismus in der Hand der Frauen liegt. In der Kategorie „Touristische Diplomarbeiten an Universitäten, Fachhochschulen bzw. an Fachhochschulstudiengängen“ waren sechs der sieben PreisträgerInnen Frauen.
Der erste Preis für den Bereich „Universitäten & Fachhochschulen“ wurde an Mag. Gudrun Golob von der Universität Innsbruck für ihre Arbeit „Die Bedeutung des horizontalen Interaktionspotenzials touristischer Nachfrager für die Qualitätswahrnehmung“ verliehen. Golob hat soeben ihr Zweitstudium „Betriebswirtschaftslehre“ mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen und arbeitet zurzeit noch als Co-Autorin von Universitätsassistentin Dr. Birgit Pikkemaat an einem wissenschaflichen Artikel, basierend auf den Ergebnissen ihrer Diplomarbeit.
Gewinner des Bereichs „Universitäts-Lehrgänge“ sind Erika Gattringer und Bettina Danninger vom Universitätslehrgang für Tourismusmanagement an der Universität Linz mit ihrem Konzept „Studay in Linz“ eines Low-Budget-Tages für Studenten. Beide sind seit einigen Jahren in der Hotellerie tätig und besuchten den Lehrgang, um die praktischen Kenntnisse mit der fachspezifischen Theorie zu verbinden.

Platz Eins im Bereich „Höhere Lehranstalten & Kollegs“ belegte eine Teamarbeit der Tourismusschulen Modul mit dem Titel „Mystery Testing“. Robert Fischer, ein Mitglied der Siegermannschaft, war völlig überrascht: „Ich habe nicht gedacht, dass die österreichische Tourismusindustrie soviel Wert auf innovative Ideen von jungen Leuten legt. Ich bin sehr froh, dass es so einen Preis gibt und hoffe, dass er in den nächsten Jahren weiterhin verliehen wird.“ Seinen Teamkollegen Dominik Kozisnik beeindruckte vorallem die große Zahl an Interessierten, die dem Ereignis beiwohnten. Er würde sich aber eine ausführliche Begründung der Jury-Bewertung wünschen.
Anregungen berücksichtigt
Neben zahlreichen positiven Statements gab es natürlich auch Verbesserungsvorschläge seitens der Teilnehmer, die die Veranstalter (FH-Studiengänge Modul und ÖGAF) bei der Organisation des nächsten Tourismus-Forschungspreises einfließen lassen möchten.
„Wir hoffen, dass der Erfolg des diesjährigen Wettbewerbs nächstes Jahr weitere Ausbildungsinstitutionen motiviert, Arbeiten einzureichen. Das Feedback während der Veranstaltung deutete schon darauf hin, was uns als Organisatoren sehr freut“, so Mag. Ilona Pezenka, Generalsekretärin der ÖGAF und Dipl.-Ing. Wolfgang Wagner, FH-MODUL. „Nach einer gründlichen Evaluierungsphase werden wir die Anregungen aller Teilnehmer für die Vorbereitung des kommenden Wettbewerbs berücksichtigen. Wir freuen uns schon auf eine gelungene Fortsetzung im Jahr 2006.“

Die Vorbereitungen für die Vergabe des Österreichischen Tourismusforschungspreises 2005/ 06 laufen bereits. Die Ausschreibung dafür wird im Juni 2005 stattfinden.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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