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Die Zukunft wird auf Sand gebaut

25.06.2008

Ein lauschiger Fleck für einen romantischen Badeurlaub ist Dubai trotz des azurblauen Meers und seiner Palmen gesäumter Traumstrände nicht. Grund dafür ist weniger die an New York erinnernde Skyline, die gleich hinter dem Strand anfängt, sondern viel mehr der permanente Lärmpegel, der von den Tausenden Baustellen herrührt.

Der Burj Dubai – ist das höchste Gebäude der Welt und wird ein Armani-Hotel beherbergen

Und diese Baustellen findet der staunende Badegast nicht nur hinter sich, sondern auch vor sich im Meer, wo gleichzeitig an mehreren künstlichen Inseln gebaut wird. Der aktuelle Baufortschritt bei diesen Mega-Projekten liegt zwar hinter den ambitionierten Plänen, dennoch ist es atemberaubend mit welcher Geschwindigkeit hier gigantische Projekte vorangetrieben werden.

Vier Künstliche Inselwelten
Die viel zitierte „The Palm“ vor Jumeirah Beach ist schon fertig aufgeschüttet, etwa ein Drittel der Häuser steht bereits. Vom Projekt „The Earth“, das aus vielen kleinen Inseln besteht, sind zumindest schon die groben Konturen zu sehen. Die Projekte „The Palm Jebel Ali“ und „The Palm Deira“, das rund dreimal so groß werden soll wie die erste Palmeninsel Jumeirah, ist allerdings noch nichts zu sehen (www.thepalm.ae).

Mit den Inseln soll nicht nur der Strand für Badegäste vergrößert werden. Man munkelt auch, dass „offshore“, also auf Neuland, das nicht mit dem Festland verbunden ist, auch Kasinos entstehen könnten. Auf der heiligen Erde des arabischen Mutterlands verbietet der Koran ja das Glücksspiel.
Aber auch am Festland wird wie wild gebaut. Unter den Hunderten neuen Wolkenkratzern, die gleichzeitig in den Himmel wachsen, ragt der Burj Dubai mit über 800 Metern noch heraus. Über die endgültige Bauhöhe hält man sich noch bedeckt. Schließlich will man möglichst lang das höchste Gebäude der Welt bleiben. Fix ist hingegen, dass der Turm im oberen Drittel ein Armani-Hotel haben wird.

Renditen von bis zu 30 %
Finanziert wird das Wachstum mit Petrodollars, die dank des immer neue Höhen erreichenden Rohölpreises besonders stark sprudeln.
Mit diesem Geld werden die Hundertausenden Bauarbeiter aus Pakistan, Indien und Bangladesch genauso bezahlt wie die wesentlich besser entlohnten Facharbeiter, Experten und Manager aus Europa. Der Ausländeranteil der rund 1,5 Millionen Menschen, die in Dubai leben, beträgt derzeit 85 Prozent!

Zusätzlich zum ultramodernen Dubai International Airport, dessen Kapazität sich in den letzten zehn Jahren von knapp zehn Millionen Passagieren auf rund 25 Millionen mehr als verdoppelt hat, wird im Süden der Stadt (Jebel Ali) ein komplett neuer Flughafen gebaut.

Wer jetzt glaubt, dass sich so ein Gigantismus niemals rechnen könne, wird in Gesprächen mit Hotelmanagern eines Besseren belehrt. Obwohl auch das Angebot an 5-Sterne-Hotels förmlich explodiert, sind die Investitionen für Luxusherbergen oft schon nach dreieinhalb Jahren wieder zurückverdient. Wie gesagt, ein lauschiger Fleck ist Dubai nicht, aber Geld verdienen lässt sich hier allemal.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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