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Architekt Gregor Eichinger, Paul Blaguss und Tourismusdirektor Norbert Kettner (v.l.) bei der Präsentation des Projekts.

Donauturm will hoch hinaus

11.01.2018

8,5 Millionen Euro steckt eine Investorengruppe rund um Paul Blaguss in den Neustart des Donauturms. Ebenerdig soll das neue Bierlokal "Donaubräu" mit großem Schanigarten Besucher anlocken. 

Retro, wie chic: Im Eingangsbereich soll ein großes Bierlokal für zusätzliche Frequenz sorgen.
Gastronomie mit Blick über Wien. Textile Panele sorgen für einen gewissen Kuschelfaktor.

Dem in die Jahre gekommenen Donauturm soll neues Leben eingehaucht werden. Die Vorzeichen stehen nicht schlecht, hat sich doch eine Investroengruppe rund um den Unternehmer Paul Blaguss bereit erklärt, 8,5 Millionen Euro in das 252 Meter hohe Wiener Wahrzeichen zu investieren. Als ausführender Architekt wurde Gregor Eichinger gewonnen. "Ein Platz der Aussicht" sei der Donauturm, so Blaguss bei der Präsentation des Projekts. Und ein wenig eingeschlafen sei das Wiener Wahrzeichen. Jetzt will man es wachküssen.

Highlights

Hier die Eckpunkte des Projekts: Das sich in 170 Metern beständig drehende Restaurant und das Turmcafé auf 160 Metern werden vollständig modernisiert und in den Stil der 60er-Jahre zurückgeführt. Zusätzlich soll es eine Eventebene geben (ehemalige Kinderterrasse). Besuchern sollen künftig zudem noch mehr Unterhaltungsmöglichkeiten in und rund um die Sehenswürdigkeit geboten werden. Mit Monitoren wird es im Bereich der Aussichtsplattform zusätzliche Infos für Besucher geben ("Augmented Reality"). Außerdem entsteht im Zuge der Umbauarbeiten ebenerdig das neue Bierlokal „Donaubräu“ (mit eigenem "Turm-Bier") samt großzügigem Gastgarten mit Platz für bis zu 250 Personen sowie das Donaucafé. Bis Ostern bleibt der Turm für Besucher geschlossen, ab April steht er für Besichtigungen offen. Das „Donaubräu“ öffnet seine Pforten erstmals voraussichtlich im Juni 2018.

"Mit kreativen Ideen und in Zusammenarbeit mit einem international renommierten Architekten werden wir den Donauturm auch für die nächsten 53 Jahre fit machen“, erklärt Paul Blaguss, Miteigentümer des Donauturms und Geschäftsführer der Blaguss Gruppe. „Wir sehen im Donauturm noch sehr viel Potential und möchten mit neuen, innovativen Angeboten und Programmpunkten überzeugen. Für Touristen wird ein wahres ‚Must-see‘ Erlebnis entstehen. Wiener sollen Stolz empfinden können, wenn sie an das Wahrzeichen denken“, so Blaguss weiter. Als Touristenmagnet sei der Donauturm ein idealer Ausgangspunkt für einen Wienbesuch, da er einen atemberaubenden Überblick über die Metropole gibt und dazu einlade auch „unentdeckte Plätze“ Wiens zu besichtigen, so Blaguss.

Auch Tourismusdirektor Norbert Kettner ist vom innovativen Zukunftsdenken des Donauturms überzeugt. „Der Blick von oben auf eine Stadt ist immer etwas Besonderes, er offenbart die Substanz einer Metropole. In Wien gibt es kaum einen Ort, von dem man ihn besser tätigen kann, als von einem Wahrzeichen wie dem Donauturm“, so Kettner. „Dass sich die Investorengruppe entschieden hat, den Donauturm stilgemäß als Reminiszenz an seine Gründungszeit in den 60er-Jahren zu revitalisieren, ist ein Bekenntnis zum Tourismusstandort Wien und ein begrüßenswertes Investment, das voll und ganz der Strategie des WienTourismus entspricht", so Kettner. 

Der Eintrittspreis soll angehoben werden, künftig kostet die Fahrt auf den Donauturm 14,50 Euro. Das ambitionierte Ziel der Betreiber sind 600.000 Besucher bis 2020. 

Autor/in:
Alexander Grübling
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