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Drei Konzepte auf historischem Boden

30.01.2007

Nach längerem und sehr aufwendigem Umbau ist in die Dorotheergasse Nummer 6 wieder Leben eingekehrt. Johann Hirschhofer, der mit der Gründung der zahlreichen Billardcafés „Köö“ bewiesen hat, dass er weiß, wie man mehrere Gastronomiebetriebe erfolgreich führt, hat sich der in einem Dornröschenschlaf befindenden Casanova-Revuebar angenommen, um diese historische Location wieder mit frischem Schwung zu beleben.

Das Café Mokkador bietet mit seinem eleganten Interieur ganztägig Entspannung

Von den ersten Nachkriegs-Jahren bis in die frühen 80er-Jahre waren elegante Rotlicht-Bars mit Varieté-Shows stark gefragt. In den letzten Jahren wurde das Lokal jedoch fast nur noch für Clubbings genutzt.
Eine der ersten Eckpunkte des neuen Konzepts war es, die insgesamt über 1.700 m2 große Location auch untertags zu nutzen.

Drei Lokale in einem
Ebenerdig hat Hans Robert Haberhauer (0650/558 32 38), der bei fast allen Gastroprojekten der Familie Hirschhofer beteiligt war, ein stilsicheres, modernes Café-Konzept entwickelt, das dank eines durchdachten Lichtkonzepts von frühmorgens bis spätabends funktioniert. Neben einer großen Theke mit einer Walla-Touchscreen-Schankanlage ist hier auch eine Profi-Küche untergebracht, die vom Küchenprofi Stölner geplant und umgesetzt wurde. „Es galt auf vergleichsweise wenig Platz eine multifunktionelle Küche zu schaffen, die je nach Tageszeit und Veranstaltung verschiedenste Anforderungen erfüllt“, umreißt Günther Maurer, Projektmanager bei Stölner, die gestellte Aufgabe.
Von dieser Küche aus werden alle drei Lokale mit warmen Speisen versorgt. Ein Speiseaufzug sorgt für kurze Wege.
Benannt wurde das Café übrigens nach einer exquisiten italienischen Kaffeerösterei, deren Produkte in Österreich von der Familie Hirschhofer exklusiv vertrieben werden.
Grüne Tische, flinke Kugeln
Ein Stockwerk darunter kommen im Köö die Billard-Freunde auf ihre Kosten. Auch hier hat Haberhauer stilsicher den richtigen Einrichtungsmix getroffen und dabei auf die besonderen Anforderungen eines Billardcafés Rücksicht genommen. Die größte Herausforderung stellte die Gestaltung des zweiten Untergeschoßes dar. Schließlich soll die Revue Bar für unterschiedlichste Veranstaltungen – von Firmenfeiern und Live-Konzerten bis zu Modeschauen – den passenden Rahmen geben.
Es wurde nicht nur in die Bar, die Licht- und Tonanlage, die Möbel und den Boden viel Geld gesteckt, sondern auch in die Schalldämmung, damit hier wirklich „open-end“ gefeiert werden kann.
Doch die Hirschhofers haben in der Vergangenheit bereits des Öfteren bewiesen, dass sie rechnen können. Also sollte sich auch dieses gastronomische Schmuckstück in absehbarer Zeit amortisieren.

Café Mokkador, Köö und Revue Bar, 1., Dorotheerg. 6–8,
www.billardcafe.at;
Stölner: www.stoelner.at bzw.
Tel.: 0 27 42/36 22 20-0

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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